Trump ruft zum Boykott des US-Reifenherstellers Goodyear auf

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    US-Präsident Donald Trump hat zum Boykott des US-Reifenherstellers Goodyear aufgerufen.

    Goodyear-Reifen
    Goodyear-Reifen - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Unternehmen verbot angeblich Kleidung mit Trumps Wahlkampf-Slogan.

    «Holt euch bessere Reifen für viel weniger Geld!», forderte Trump seine Anhänger im Onlinedienst Twitter am Mittwoch auf. Hintergrund ist ein Bericht, wonach das Unternehmen seinen Mitarbeitern angeblich Kleidung mit Trumps politischem Slogan «Make America Great Again» («MAGA» - Macht Amerika wieder grossartig) verboten hat.

    «Kauft keine Goodyear-Reifen - sie haben ein Verbot von MAGA-Kappen angekündigt», schrieb Trump bei Twitter. Auf einer Pressekonferenz im Weissen Haus setzte er später noch einen drauf: «Ich bin nicht zufrieden mit Goodyear. Sie treiben Politikspiele.»

    Trump hat selbst Goodyear-Reifen an seiner Präsidenten-Limousine. Nun erwägt er nach eigenen Angaben, diese durch Reifen einer anderen Marke zu ersetzen. «Ja, basierend auf dem, was ich gehört habe, würde ich sie austauschen. Wir werden sehen, was passiert», sagte er.

    Der Sender WIBW hatte am Dienstag eine Präsentationsfolie einer angeblichen Goodyear-Schulung veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass Kleidung mit diversen politischen Parolen verboten ist. Neben Trumps Wahlkampfspruch wurden demnach auch die Slogans «All Lives Matter» und «Blue Lives Matter» als «inakzeptabel» bezeichnet. Dabei handelt es sich um Gegenbewegungen zur Bewegung Black Lives Matter, die sich für die Rechte von Afroamerikanern einsetzt. Blue Lives Matter engagiert sich insbesondere für Polizisten.

    Zulässig sind laut WIBW hingegen die Slogans «Black Lives Matter» und «Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender Pride», mit dem für die Rechte von sexuellen Minderheiten geworben wird.

    Goodyear erklärte, die Folie sei weder vom Unternehmen «erstellt oder vertrieben» worden noch Teil einer Schulung gewesen. Generell fordere es seine Mitarbeiter auf, am Arbeitsplatz auf Bekundungen der Unterstützung für politische Parteien oder Kampagnen zu verzichten.

    Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden kritisierte, Trump gehe es nicht um die Mitarbeiter von Goodyear, sondern nur um seine eigenen «belanglosen politischen Beschwerden».

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