Oktoberfest München 2026: Wer dort fremdgeht, solls nicht beichten
Laut einer Sexualtherapeutin ist das Oktoberfest in München eine regelrechte Fremdgeh-Falle – beichten soll man den Ausrutscher aber nicht.

Das Wichtigste in Kürze
- Sexualtherapeutin Beatrice Wagner nennt das Oktoberfest eine «Fremdgeh-Falle».
- Bei einem einmaligen Ausrutscher rät sie davon ab, diesen dem Partner zu beichten.
- Kommt der Seitensprung doch raus, empfiehlt Wagner Reue statt intimer Details.
Millionen Menschen strömen dieser Tage wieder auf die Theresienwiese in München. Bier, Blasmusik und viel körperliche Nähe im Festzelt – für Paar- und Sexualtherapeutin Beatrice Wagner ist das eine gefährliche Mischung. Im Interview mit «Focus online» spricht sie über Fremdgehen auf der Wiesn.
«Total!», sagt Wagner auf die Frage, ob das Oktoberfest eine Fremdgeh-Falle sei. Sie habe kürzlich einen Video-Mitschnitt aus einem Bierzelt gesehen, der «schon fast an eine Massen-Orgie» grenze. Ihrer Einschätzung nach falle es in dieser Stimmung schwer, sich der Versuchung zu entziehen.
Auf die Frage, ob man einen Wiesn-Seitensprung beichten solle, hat die Therapeutin eine klare Haltung – obwohl sie sonst für Offenheit in der Partnerschaft plädiert. «Ich bin sonst immer für Offenheit, aber hier würde ich es nicht erzählen – wenn es denn eine einmalige Sache war», sagt Wagner. Ein Geständnis verletze den Partner oder die Partnerin nur unnötig.
Fliegt der Ausrutscher trotzdem auf, rät die Expertin zu ehrlicher Reue statt Bagatellisierung. Intime Details sollten dabei aber tabu bleiben, selbst wenn der betrogene Partner danach verlange. Solche Bilder würden nur zusätzlich verletzen und blieben im Kopf hängen. Mit der richtigen Portion Reue und dem glaubhaften Versprechen, dass es ein einmaliger Ausrutscher war, lasse sich eine Beziehung nach einem Wiesn-Seitensprung aber durchaus wieder kitten.
Mass-Bier beim Oktoberfest so teuer wie nie
Wer heuer selber auf der Wiesn anstösst, greift übrigens tief ins Portemonnaie: Die Mass Festbier kostet 2026 je nach Zelt zwischen 14,80 und 15,90 Euro – im Schnitt 15,61 Euro.

Damit ist das Bier gegenüber 2019 (11,71 Euro) um fast einen Drittel teurer geworden. Am günstigsten kommt weg, wer sich in die Augustiner-Festhalle oder auf die Oide Wiesn setzt.
Auch in der Schweiz wird gezapft
Wiesn-Feeling gibt es natürlich längst nicht mehr nur in München: Auch hierzulande finden im September und Oktober zahlreiche Oktoberfeste statt, etwa in Zürich, Luzern, Wädenswil oder Zug.

Der grosse Boom der vergangenen Jahre flacht laut einer Übersicht von «Watson» aber ab. 2026 sind gegenüber dem Vorjahr rund zehn Anlässe von der Liste verschwunden. Oft werden fehlende Helfer oder wachsender organisatorischer Aufwand als Grund angegeben.
Transparenzhinweis: Das Interview mit Beatrice Wagner erschien bei «Focus online» erstmals zum Oktoberfest 2024.
















