Trump rechtfertigt Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland
US-Präsident Donald Trump rechtfertigt die Lockerung von Sanktionen gegen Russland wegen steigender Energiepreise durch den Iran-Krieg.

US-Präsident Donald Trump verteidigt seine Entscheidung, Ölsanktionen gegen Russland temporär zu lockern. Die Massnahme erfolgt wegen drastisch gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs, berichtet die «Zeit».
Der Verkauf von russischem Öl, das bereits auf Schiffen unterwegs ist, wird bis 11. April erlaubt. «Ich will Öl für die Welt haben», sagte Trump dem Sender NBC News zur Begründung.
Die Lockerung betrifft russisches Rohöl und Erdölprodukte, die vor dem 12. März verladen wurden, schreibt das «ZDF». US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, die Genehmigung solle die globale Verfügbarkeit des bestehenden Vorrats erhöhen.
Bundeskanzler Merz übt scharfe Kritik
Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert die amerikanische Entscheidung deutlich. «Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch», sagt Merz laut «T-Online».
Es gebe beim Öl ein Preisproblem, aber kein Mengenproblem, so der Kanzler weiter.
Deutschland werde die Unterstützung für die Ukraine fortführen und sich nicht ablenken lassen. Russland zeige weiterhin keine Verhandlungsbereitschaft, der Druck müsse daher weiter erhöht werden.
Moskau reagiert selbstbewusst
Russland zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung, meldet «T-Online». Der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew schreibt auf Telegram, die USA erkennten das Offensichtliche an.
Ohne russisches Öl könne der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben, so seine Einschätzung. Dmitrijew spricht von rund 100 Millionen Barrel russischem Öl im Transit.
Diese Menge entspricht etwa dem weltweiten Verbrauch an einem Tag. Eine weitere Lockerung scheine angesichts der Energiekrise immer unausweichlicher, schreibt der Kremlgesandte.
Iran-Krieg treibt Ölpreise: Trump lockert Sanktionen
Der Iran-Krieg lässt die Energiepreise weltweit steigen, berichtet das «ZDF heute». Die Strasse von Hormus, durch die normalerweise 20 Prozent des Welthandels läuft, wird gestört.

Das US-Finanzministerium erteilte die Lizenz am Donnerstag, um das Angebot zu erhöhen. Russland dürfte kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können.
Das Land führt seit über vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zur Unterstützung der Ukraine waren beispiellose Sanktionen gegen Moskau verhängt worden.
















