Krieg

    Iran-Krieg treibt Preise hoch – Trump gibt Ölreserven frei

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Der Iran-Krieg lässt die Ölpreise explodieren. US-Präsident Donald Trump kündigt Freigabe strategischer US-Reserven an.

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    Der deutliche Anstieg der Treibstoffpreise im Krieg gegen den Iran setzt Donald Trump innenpolitisch unter Druck. - keystone

    Der Ölpreis steigt seit Beginn des Iran-Kriegs rasant an. Die Nordseesorte Brent kostete in der Nacht über 93 Dollar pro Barrel, berichtet «n-tv».

    Das entspricht einem Anstieg von knapp einem Prozent gegenüber dem Vortag. Die wichtige Strasse von Hormus ist praktisch blockiert, was die Energiemärkte massiv belastet.

    Glaubst du Donald Trump, dass die Ölpreise stark sinken werden?

    US-Präsident Donald Trump kündigte die Freigabe strategischer Ölreserven an. Das US-Energieministerium nannte eine Menge von 172 Millionen Barrel, schreibt «n-tv».

    Iran-Krieg setzt Trump unter Druck

    Die Massnahme erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa vier Monaten. Trump sagte dem Sender Local 12, die Reserven würden danach wieder aufgefüllt.

    Bei Wahlkampfauftritten in Kentucky und Ohio versprach der Präsident sinkende Preise. Er erklärte laut «n-tv», die Ölpreise würden fallen: «Es wird mehr sinken, als irgendjemand versteht.»

    Die strategische Ölreserve der USA gilt laut Regierung als grösster staatlicher Notfallvorrat an Rohöl weltweit. Trump steht wegen des starken Anstiegs der Treibstoffpreise im Krieg gegen den Iran innenpolitisch zunehmend unter Druck, schreibt die «Tagesschau».

    IEA gibt Rekordmenge frei

    Die Internationale Energieagentur reagiert mit einer historischen Entscheidung. Die 32 Mitgliedsländer geben insgesamt 400 Millionen Barrel Rohöl frei, meldet das «Handelsblatt».

    Diese Menge übertrifft alle bisherigen gemeinsamen Aktionen der IEA deutlich. Deutschland beteiligt sich mit 19,5 Millionen Barrel an der koordinierten Freigabe.

    Die freigegebene Menge könnte eine Blockade der Strasse von Hormus 20 Tage überbrücken. Allerdings dürfte es Wochen oder Monate dauern, bis das Öl ankommt, berichtet «n-tv».

    Märkte reagieren verhalten

    An den Ölmärkten zeichnete sich nach der IEA-Ankündigung keine Entspannung ab, wie «n-tv» berichtet. Eine mögliche Erklärung ist, dass mit der Massnahme bereits gerechnet wurde.

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    Der massive Anstieg des Ölpreises infolge des Iran-Kriegs setzt US-Präsident Trump unter Druck. - keystone

    Sorgen vor einer dauerhaften Blockade der Strasse von Hormus halten die Preise hoch. Nach IEA-Angaben passierten die Meerenge im vergangenen Jahr durchschnittlich 20 Millionen Barrel täglich.

    Berichte über iranische Seeminen in der Meerenge schüren zusätzliche Sorgen. Trump bezeichnete den Preisanstieg in sozialen Medien als «sehr kleinen Preis» für die Beseitigung der iranischen nuklearen Bedrohung.

    Asien besonders betroffen

    Für asiatische Länder sind die Folgen besonders gravierend, schreibt «n-tv». Vier von fünf Ölfässern, die die Strasse von Hormus passieren, gehen dorthin.

    Viele Aktienmärkte in Asien gingen infolge der steigenden Ölpreise auf Talfahrt. Besonders betroffen war Japan, wo die Börsen deutlich nachgaben.

    Die Benzinpreise in den USA erreichten seit 2024 die höchsten Stände. Der Automobilverband AAA meldete einen landesweiten Anstieg um 61 Cent je Gallone im vergangenen Monat.

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    Kommentare

    User #4301 (nicht angemeldet)

    Keine Sorge, schon sehr bald steigen die Preise für Benzin und Diesel und Trump kommt unter Druck. Er muss im Iran nachgeben. Israel hat ihn einfach viel zu viel gekostet.

    User #7842 (nicht angemeldet)

    Nicht genug damit. Die Ukraine hat die Ölpipeline TurkStream angegriffen.

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