Ukraine Krieg

    Stubb: Wirtschaftlicher Druck in Russland beendet Ukraine-Krieg nicht

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    Finnland,

    Laut dem finnischen Präsidenten führen wirtschaftliche Probleme nicht zum Einlenken Russlands im Krieg. Er fordert, den Dialog wieder aufzunehmen.

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    Alexander Stubb ist der Präsident Finnlands. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Alexander Stubb glaubt nicht, dass Russland den Krieg wegen wirtschaftlicher Probleme beenden wird.
    • Einzig, wenn sich die Führung bedroht fühle, sei ein Einlenken möglich.
    • Der finnische Präsident rechnet nicht mit einem Angriff auf ein Nato-Mitglied.

    Finnlands Präsident Alexander Stubb rechnet nicht damit, dass Russland wegen seiner wirtschaftlichen Probleme den Krieg in der Ukraine beenden wird. «Man sollte niemals die Fähigkeit der Russen unterschätzen, wirtschaftlich schwierige Zeiten durchzustehen», sagte Stubb zu «Bild». «Um das zu verstehen, müssen wir nur einen Blick zurück in die Sowjetzeit werfen.»

    Den Krieg beenden werde weder der Kurs des Rubels noch ein Ansturm auf Banken, die Inflation oder das Zinsniveau. Stubb sagte: «Der Druck ist da, aber man muss verstehen, dass ein Land, das sich im Krieg befindet, viel mehr aushalten kann als ein Land, das sich nicht im Krieg befindet.»

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    Alexander Stubb bei einem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj. - keystone

    Seit Wochen attackiert Kiew mit Langstreckendrohnen erfolgreich russische Ölanlagen und Logistikzentren grosser Onlineversandhändler. Die Attacken verursachten Milliardenschäden und rückten die Folgen des russischen Angriffskriegs für das Nachbarland der Ukraine wieder stärker in den Fokus.

    Kein Angriff auf Nato-Territorium

    Der finnische Präsident glaubt ebenso wenig, dass der Krieg wegen hoher Verluste russischer Soldaten enden wird. Was jedoch das Fass zum Überlaufen bringen könne, sei, wenn Moskau das Gefühl habe, seine derzeitige Führung sei bedroht.

    Stubb rechnet nach eigenen Worten nicht mit einem russischen Angriff auf Nato-Territorium, sagte er «Bild» weiter. «Ich glaube nicht, dass Russland jemals das mächtigste Militärbündnis der Welt, nämlich die Nato, angreifen würde.» Mit Blick auf die Abschreckung durch konventionelle Streitkräfte, Raketen und nukleare Waffen sagte Stubb: «Es hat für keine Macht der Welt einen Sinn, die Entschlossenheit dieses Bündnisses auf die Probe zu stellen.»

    Dialog mit Moskau verlangt

    Stubb sprach sich erneut dafür aus, dass Europa wieder Kontakt zur russischen Regierung aufnimmt. «Ich denke, jemand in Europa oder einige Menschen in Europa müssen den Dialog mit Russland aufnehmen, um zu verstehen, was vor sich geht. Um auf politischer Ebene zu diskutieren.»

    Seine grösste Sorge angesichts des Schweigens gegenüber Russland sei, dass dort Illusionen darüber entstünden, was Europa etwa im Finnischen Meerbusen oder in der Ostsee unternehmen könnte – also Annahmen über neue Bedrohungen aufkommen. «Und wir planen nichts», sagte Stubb.

    Kommentare

    User #6311 (nicht angemeldet)

    Westen muss aufhören die Ukraine mit Waffen zu beliefern und die Ukraine muss kapitulieren.

    User #4742 (nicht angemeldet)

    Endlich kommt die Einsicht. Der Krieg kann nur durch Diplomatie beendet werden.

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