Benzin wird in Russland zunehmend knapp
Ukrainische Angriffe auf Raffinerien verschärfen die Krise in Russland. Benzin wird knapp, während die Folgen für Bevölkerung und Wirtschaft zunehmen.

Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien verschärfen die Benzinversorgung in mindestens 30 Regionen. Besonders Moskau ist betroffen, wo mehrere Tankstellenketten den Verkauf bereits einschränken.
Laut «FR.de» führen die Angriffe auf Raffinerien zu Engpässen, die zunehmend wirtschaftliche Folgen haben. Taxifahrer, Kurierdienste und Bauunternehmen verzeichnen demnach bereits weniger Aufträge.
Die Probleme beschränken sich damit nicht auf private Autofahrer, sondern erreichen wichtige Bereiche der russischen Wirtschaft. Besonders der Transport ist auf eine zuverlässige Versorgung mit Benzin und Diesel angewiesen.
Benzin fehlt an vielen Tankstellen
Für die Bevölkerung wird die Versorgungslage zunehmend sichtbar, während der Krieg stärker den russischen Alltag erreicht. Sicherheitsexperte Nico Lange beschreibt die Treibstoffknappheit als besonders spürbare Folge der ukrainischen Angriffe.

«Business Insider» zitiert Lange mit der Einschätzung, dass derzeit an rund 70 Prozent der russischen Tankstellen kein Benzin erhältlich sei. Hunderte Drohnenangriffe und brennende Raffinerien machten die Auswirkungen des Krieges inzwischen auch in Grossstädten sichtbar.
Die Knappheit betrifft laut Lange neben Tankstellen auch Logistikzentren, die für die russische Wirtschaft wichtige Transportaufgaben übernehmen. Ukrainische Angriffe auf Raffinerien und Logistikstrukturen sollen dadurch zunehmend Probleme im russischen Hinterland verursachen.
Geopolitische Krisen treiben Spritpreise
Auch ausserhalb Russlands zeigen sich die Auswirkungen geopolitischer Konflikte an den Kraftstoffmärkten. Der «NDR» berichtet, dass steigende Rohölpreise die Kosten für Benzin und Diesel deutlich beeinflussen.
In Deutschland kostete Super am 24. August 2,25 Euro (ca. 2,10 Franken) pro Liter, während Diesel bei 2,28 Euro lag. Vor Beginn des Iran-Kriegs lagen die Durchschnittspreise laut NDR noch bei 1,83 Euro für Super und 1,75 Euro für Diesel.
Der internationale Vergleich zeigt damit unterschiedliche Folgen von Krisen für die Kraftstoffversorgung und deren Preise. Während Russland mit regionalen Engpässen kämpft, treiben geopolitische Spannungen andernorts vor allem die Rohöl- und Spritpreise.












