Ukraine-Krieg: Russen greifen Velo-Fahrer mit Drohne an
Eine russische Drohne greift im Ukraine-Krieg einen zivilen Velofahrer an. Putins Armee prahlt erst noch mit dem Video, löscht es aber bald darauf.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein schlimmes Video aus der Ostukraine macht die Runde.
- Eine russische Drohne greift einen zivilen Velofahrer an.
- Wolodymyr Selenskyj spricht von einer gezielten «Safari» auf Zivilisten.
Ein Velo-Fahrer pedalt über eine Landstrasse nahe Kramatorsk in der Ukraine. Plötzlich fliegt vor ihm eine Drohne in die Luft und versperrt ihm den Weg. Der Zivilist schaut zur Drohne hoch, redet auf dem Video hörbar auf den Drohnenpiloten ein.
Als der Mann ab dem Velo steigt, um wegzuspringen, greift das unbemannte Fluggerät an. Die Videoaufnahme stoppt abrupt.
Die Aufnahme wurde am Freitag im offiziellen Telegram-Kanal der 3. Garde-Kombinierte-Waffen-Armee Russlands veröffentlicht. «Feindliche Kräfte ausgeschaltet», heisst es in der Beschreibung.
Russische Quellen behaupten, der Velofahrer – ob er tot ist, ist nicht belegt – sei selbst Drohnenpilot gewesen. Dafür gibt es aber keine Beweise.
Selenskyj beklagt «Drohnen-Safaris» im Ukraine-Krieg
Fakt ist hingegen: Als das russische Medium «Astra» über das Velo-Abschuss-Video berichtet, wird es umgehend gelöscht.
Es handelt sich also nicht um ein Video, das durch ukrainische oder westliche Accounts in den Umlauf gebracht wurde.
«Totale Verrohung des russischen Militärs»
Gegenüber «Bild» sagt Polit-Experte Joachim Krause, dass es keine Hinweise gebe, dass das Video KI-generiert oder manipuliert sei. Er sehe in den Bildern die «totale Verrohung des russischen Militärs».
Wolodymyr Selenskyj sagte zuletzt, dass Russland mit «Safaris» gezielt Jagd auf Menschen mache. «Die Grenzen dessen, was sich ein normaler Mensch vorstellen kann, sind längst überschritten.»
Auch Behörden in Cherson beklagen immer wieder solche «Drohnen-Safaris» im Ukraine-Krieg.




















