Ukraine-Krieg – Koalition der Willigen berät in Kiew

Esada Kunic
Esada Kunic

Ukraine,

Zum 35. Unabhängigkeitstag empfängt Kiew westliche Verbündete. Der Ukraine-Krieg prägt die Solidaritätsbesuche stark.

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Zum 35. Jahrestag empfängt Selenskyj Verbündete in Kiew. Der Ukraine-Krieg und fehlende Luftabwehr dominieren die Agenda. - keystone

Zum 35. Unabhängigkeitstag empfängt Kiew westliche Verbündete. Der Ukraine-Krieg macht die Solidaritätsbesuche politisch besonders bedeutsam.

Mehrere Staats- und Regierungschefs sind am Wochenende nach Kiew gereist, um ihre Unterstützung zu bekräftigen. Wie der «ORF» berichtet, begrüsste Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits am Sonntag nordische und baltische Spitzenpolitiker.

Findest du, dass westliche Länder der Ukraine genügend Luftabwehr liefern?

Norwegen sagte der Ukraine für das kommende Jahr Hilfe in Höhe von neun Milliarden Dollar (etwa 7,2 Milliarden Franken) zu. Der Grossteil dieser Mittel soll an die ukrainische Armee fliessen, so der «ORF».

Luftabwehr als drängendstes Problem

Selenskyj bezifferte das Defizit im ukrainischen Militärhaushalt gegenüber Journalisten auf 27 Milliarden Dollar (etwa 21,6 Milliarden Franken). Wie «ZDFheute» berichtet, forderte er von der EU allein 30 Milliarden Euro (etwa 28 Milliarden Franken) für die Verteidigungsausgaben.

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen sprach sich in Kiew laut dem «ORF» klar für mehr Patriot-Flugabwehrraketen aus. Ohne westliche Hilfe stehe der Ukraine ein Winter bevor, in dem die Russen unerbittlich bombardieren und viele Menschen töten würden.

Russland nutzt die Lücke in der Luftabwehr gezielt aus, um Kiew mit ballistischen Raketen anzugreifen. Selenskyj forderte ein EU-Sanktionspaket, das den Bau solcher Raketen in Russland erschweren soll.

Koalition der Willigen berät über Ukraine-Krieg

Für Montag war laut den «Salzburger Nachrichten» eine Videokonferenz der sogenannten Koalition der Willigen geplant. Das Treffen wird vom britischen Premier Andy Burnham, Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz ausgerichtet.

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Friedrich Merz (r.) und Wolodymyr Selenskyj. Westliche Verbündete reisen mitten im Ukraine-Krieg nach Kiew. - keystone

EU-Ratspräsident António Costa nimmt physisch in Kiew teil. Themen sind weitere Sanktionen gegen Russland sowie Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

Inmitten der Solidaritätsbesuche wächst auch der innenpolitische Druck auf Selenskyj. Der zuvor entlassene Verteidigungsminister Mychailo Fedorow forderte Neuwahlen – Selenskyj wies dies laut «ZDFheute» als «Tsunami für das Land» zurück.

Kommentare

User #1264 (nicht angemeldet)

Fertig Waffen und Fertig Geld. Inner 6 Monaten ist der Krieg vorbei...nur warum will das keiner? Vor allem "unsere" Politiker in der EU nicht?

User #1066 (nicht angemeldet)

Ja, die willigen wollen den Krieg mit Russland, denn es geht um die Rohstoffe Russlands. Was sind Industriestaaten ohne Rohstoffe ?

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