SP-Co-Präsidentin Meyer spricht über Erschöpfung und Fürsorge
Mattea Meyer spricht nach ihrer Auszeit über ihre Erschöpfung. Es habe sie viel Überwindung gekostet, zuzugeben, dass sie über ihre Grenzen hinausgegangen sei.

Das Wichtigste in Kürze
- Mattea Meyer hielt nach ihrer Auszeit eine Rede zum 1. Mai in Unterseen BE.
- Dort sprach sie über ihre Erschöpfung, die Krankschreibung und die Überlastung.
- Sie fordert mehr gesellschaftliche Fürsorge.
SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer hat an der 1.-Mai-Feier in Unterseen BE über ihre erschöpfungsbedingte Auszeit gesprochen und mehr gesellschaftliche Fürsorge gefordert. Ihre Erfahrungen mit Überlastung stellte sie in einen politischen Kontext.
«Vor fünf Monaten war ich so erschöpft, dass ich mich zurückziehen und krankschreiben lassen musste», sagte Meyer gemäss Redetext. Die Unterstützung aus ihrem Umfeld habe ihr geholfen, wieder zu Kräften zu kommen.

«Es tat weh, mir einzugestehen, dass ich weit über meine Grenzen hinausgegangen bin», sagte Meyer. «Und es hat mich viel Überwindung gekostet, in einer leistungsgetriebenen Welt diesen Moment grosser Verletzlichkeit mit der Öffentlichkeit teilen zu müssen.»
Sie sei «unglaublich dankbar», dass sie diesen Schritt gemacht habe. Viele Menschen seien von ähnlichen Belastungen betroffen, etwa durch Druck im Berufs- und Familienleben. Fürsorge sei deshalb auch politisch zentral.
Scharfe Kritik übte Meyer an den Entscheiden des Nationalrats zur Pflege-Initiative. Der Volkswille werde mit Füssen getreten. Den Preis dafür zahlten das Pflegepersonal sowie die Patientinnen und Patienten. Für Kampfjets, gierige Banken und Autobahnen reiche das Geld immer – aber nicht dafür, Menschen anständig zu behandeln.












