SP-Co-Präsident Cédric Wermuth: «Dieses Land gehört uns allen»
Der Neoliberalismus ist nach den Worten von SP-Co-Präsident Cédric Wermuth spektakulär gescheitert. Der Kurs von Deregulierung und Privatisierung machte die Gesellschaften nach Ansicht von Wermuth handlungsunfähig.

Der weltweit erstarkende Rechtsextremismus sei eine direkte Folge der «gigantischen Pleite des neoliberalen Kapitalismus», sagte Wermuth laut Redetext an der 1.-Mai-Feiern in Baden AG und Langenthal BE. Es sei nicht überraschend, dass Menschen in Krisenzeiten in der nationalen Abschottung Schutz suchten.
Den «Zaubertrick» gegen den Rechtsruck gibt es laut Nationalrat Wermuth nicht. Vielmehr müsse linke Politik im Alltag ansetzen und für Respekt und Würde kämpfen.
«Dieses Land gehört uns allen gemeinsam. Jede dritte Arbeitsstunde wird hier von Migrantinnen und Migranten geleistet», betonte er und verwies auf den positiven Beitrag der Migration für Industrie, Schulen und Spitäler.
Wermuth sprach von einer «berechtigten Malaise» bei der Verteilung von Freiheiten und Reichtum in der Gesellschaft. 40 Prozent der Lohnabhängigen seien erschöpft, während Löhne stagnierten. Die Lebenshaltungskosten, Mieten und Krankenkassenprämien stiegen. Gleichzeitig explodierten Konzerngewinne und die Vermögen der Reichsten.
Ein weiterer Punkt der Rede galt der SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz», über die am 14. Juni abgestimmt wird. Die Initiative sei «etwas vom extremsten, das die Schweiz in den letzten Jahren erlebt hat», hielt der SP-Co-Präsident fest.










