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    Papst mahnt zu Aufarbeitung von Missbrauch in der Kirche

    Keystone-SDA
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    Spanien,

    Papst Leo XIV. hat in Spanien die zahlreichen Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche als «Plage» kritisiert, die mit mehr Entschlossenheit bekämpft werden müsse.

    Papst Leo XIV. trifft sich mit den spanischen Bischöfen bei der spanischen Bischofskonferenz. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa
    Papst Leo XIV. trifft sich mit den spanischen Bischöfen bei der spanischen Bischofskonferenz. Foto: Alessandra Tarantino/AP/dpa - Keystone/AP/Alessandra Tarantino

    Angesichts dieses schweren Übels sei die kirchliche Gemeinschaft aufgerufen, ihr Engagement für Prävention und eine Kultur der Fürsorge weiter entschlossen zu verstärken, sagte der Heilige Vater bei einem Treffen mit spanischen Bischöfen in Madrid.

    Die Kirche müsse «auf diese Plage» mit «Zuhören, Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung» antworten. Zu den schmerzhaftesten Begegnungen gehörten jene mit Missbrauchsopfern, sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken am dritten Tag seines Spanien-Besuchs. «Jeder verletzte Mensch muss echte Aufmerksamkeit, ehrliche Zuwendung, Schutz und konkrete Wege der Heilung finden», forderte er am Sitz der Bischofskonferenz.

    Auf dem Flug nach Madrid hatte der Papst die Missbrauchsskandale am Samstag als «offene Wunde» der Kirche bezeichnet. Der Vatikan hatte nur Stunden vor dem Besuch mitgeteilt, Leo werde mit einigen Opfern von Missbrauch durch Geistliche in Spanien zusammentreffen. Dieses private Treffen sollte voraussichtlich am Montagnachmittag stattfinden.

    Sprecher von Opferverbänden betonten am Montag erneut, sie wüssten nichts von einer Einladung vom Papst. Sie kritisierten, dass der 70 Jahre alte US-Amerikaner sich in Spanien wohl nur mit wenigen Opfern und unter Ausschluss der Öffentlichkeit treffen wolle. Offenbar gehe es darum, das Thema zu «verstecken», beklagten mehrere Verbandssprecher vor Journalisten.

    Die Regierung und die Kirche haben in Spanien erst im März ein Abkommen zur Entschädigung von Missbrauchsopfern in kirchlichen Einrichtungen unterzeichnet, das von der linken Regierung in Madrid als «weltweit wegweisend» bezeichnet wird. Während die spanische Bischofskonferenz von gut 1.000 dokumentierten Fällen seit 1940 spricht, geht der Ombudsmann auf Basis einer jüngsten Umfrage von mindestens 236.000 Betroffenen aus.

    Kommentare

    User #1168 (nicht angemeldet)

    Elftes Gebot. Du sollst keine Kinder missbrauchen. Aber eben sie mahnen bloß. Das heißt noch gar nichts.

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