Papst sagt Assisi-Reise nach Krebs-OP vorsichtshalber ab
Papst Leo XIV. wird aus Rücksicht auf seine Genesung nach seiner Krebsoperation vor gut einer Woche nicht wie geplant an einem Friedenstreffen in Assisi teilnehmen.

Auf ärztlichen Rat verzichte der 71-Jährige auf die Reise in die mittelitalienische Stadt kommenden Dienstag, teilte der Vatikan mit. Seine behandelnden Ärzte rieten ihm «aus Vorsichtsgründen» von der Reise mit dem Hubschrauber ab. Der Eingriff an der Lunge liege erst kurze Zeit zurück.
Am Dienstag vergangener Woche war dem Oberhaupt der katholischen Kirche der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden, in dem sich ein bösartiger Tumor befand. Die Ärzte fanden dort ein Lungenadenokarzinom. Dabei handelt es sich laut Experten um die häufigste Form von Lungenkrebs.
Vor wenigen Tagen erklärten die Ärzte, der Krebs habe nicht gestreut. Untersuchungen des bei einer Operation entfernten Gewebes hätten bestätigt, dass die Erkrankung lokal begrenzt gewesen sei. Eine weitere Krebstherapie sei nicht erforderlich, dies habe eine onkologische Beurteilung ergeben.
Inzwischen haben die Mediziner eine Röntgenkontrolle des Brustkorbs durchgeführt, die einen «ausgezeichneten Verlauf der postoperativen Genesung» bestätigt habe. Dennoch sei dem Papst von seinem Assisi-Besuch abgeraten worden. Geplant war ein Hubschrauberflug aus Rom in die Stadt.
In Assisi – dem Geburtsort des heiligen Franziskus von Assisi (1181-1226) – sollte Leo an einem Gebet der Weltreligionen für den Frieden teilnehmen. Mit zahlreichen Vertretern von Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus sowie weiterer Religionen und Konfessionen sollte er einen Friedensappell verkünden. Vom Vatikan hiess es nun, Leo werde den Teilnehmern eine «Botschaft übermitteln, in der er ihnen seine Verbundenheit bekundet».














