Papst Leo ruft nach Putin auch Selenskyj an
Papst Leo hat nach seinem Telefonat mit Putin auch Selenskyj gesprochen. Im Zentrum steht die humanitäre Lage in der Stadt Oleschky.

Papst Leo hat am Montag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert, wie der «Stern» berichtet. Das Gespräch fand nur wenige Tage nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin statt.
Bereits am Freitag hatte der Papst aus dem Spital mit Putin gesprochen, nur drei Tage nach einer Lungenkrebs-Operation. Dabei bat er um eine Waffenruhe in Oleschky am Dnjepr in der Region Cherson.
Die umkämpfte Stadt im russisch besetzten Süden der Ukraine liegt laut dem «Stern» zwischen beiden Armeen. Der Vatikan hofft auf die Lieferung von Lebensmitteln, medizinischer Hilfe und eine sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung.
Selenskyj schildert Papst Leo die Lage
Selenskyj erklärte laut dem «Stern» auf Facebook, er habe den Papst über die russische Eskalation und anhaltende Angriffe informiert. Zudem kritisierte er gegenüber dem Papst, dass Partner nicht vor russischen Angriffen mit ballistischen Raketen gewarnt hätten.
Das sei in letzter Zeit dreimal geschehen, sagte Selenskyj. Zuvor hatte er den USA vorgeworfen, die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an Kiew unterbrochen zu haben.
Wie «evangelisch.de» berichtet, verwies Papst Leo im Gespräch auf seine Bitte um einen humanitären Waffenstillstand. Der Heilige Stuhl wolle sich weiter für Dialog und Frieden einsetzen, heisst es in der Meldung.
Die Hoffnung auf eine Feuerpause
Kardinal Pietro Parolin äusserte laut «religion.ORF.at» die Hoffnung, dass die Bitte von Papst Leo um einen Waffenstillstand umgesetzt wird.

Nach ukrainischen Angaben hält Russland in Oleschky etwa 1700 Menschen fest.
Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha dankte Papst Leo am Samstag auf X für den Aufruf an Putin. Eine Feuerpause für Oleschky wurde bisher allerdings nicht angekündigt.
















