Papst Leo XIV. erholt sich rasch – Debatte um sein Amt läuft
Nach der Lungenkrebs-OP erholt sich der Papst rasch. Offen bleibt, wie Leo XIV. sein Amt künftig ausübt.

Papst Leo XIV. ist laut der «Volksstimme» an Lungenkrebs erkrankt, wie das Ärzteteam der Gemelli-Klinik in Rom mitteilte. Am Sonntag zuvor hatte er den Knoten öffentlich gemacht, zwei Tage später folgte die Operation.
Der Eingriff verlief nach Angaben der Ärzte erfolgreich. Insgesamt hielt sich Leo XIV. demnach etwa drei Stunden im Operationssaal auf, kleine Videokameras kamen zum Einsatz.
Am Mittwochabend gaben die Ärzte laut «domradio.de» Entwarnung, denn der Papst sei krebsfrei und benötige keine weitere Therapie. Bereits sechs Tage nach seiner Ankündigung vom 11. Oktober konnte er die Klinik wieder verlassen.
Die geplante Südamerika-Reise
Der Lungenfacharzt Stefano Margaritora sieht laut dem «ORF» keine medizinischen Gründe gegen die geplante Südamerika-Reise. Der Papst befinde sich in einem guten klinischen Zustand und werde in etwa zehn weiteren Tagen vollständig genesen sein.
Im Anmeldesystem des Vatikans stehen laut «domradio.de» weiterhin alle 55 Termine mit 30 Ansprachen an zwölf Reisetagen. Für die Reise wurden demnach rund 50 Bewerbungen internationaler Medien abgelehnt, darunter solche bedeutender Sender.
Zur Reise gehört laut der «Volksstimme» auch ein Besuch der Stadt Cusco auf 3400 Metern Höhe. Leo hält sich nach Angaben der Zeitung mit Tennis, Schwimmen und regelmässigen Übungen fit.
Die Frage der Stellvertretung
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sagte am Rande einer Tagung laut «domradio.de», der Papst habe ihm kein Rücktrittsschreiben hinterlegt. Franziskus hatte kurz nach seiner Wahl ein solches Schreiben bei Parolins Vorgänger Tarcisio Bertone hinterlegt.
Kurz nach der Operation hatte Parolin gesagt, der Papst müsse sein Pontifikat möglicherweise neu ausrichten. Später stellte er klar, er habe sich auf mögliche Anpassungen im Programm der Südamerika-Reise bezogen.
Laut «domradio.de» leitete der neu ernannte Dekan des Kardinalskollegiums, Luis Antonio Tagle, am 14. Oktober die Abschlussmesse des Bischofstreffens. Er verlas dabei jedoch ausschliesslich die Predigt, die Leo bereits zuvor vorbereitet hatte.
Papst setzt diplomatische Initiativen fort
Noch aus dem Spital telefonierte der Papst laut «domradio.de» mit Wladimir Putin und forderte einen humanitären Waffenstillstand.

Am Montagabend sprach er nach der Rückkehr in den Vatikan zum selben Thema mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Die Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru ist für den Zeitraum vom 6. bis 17. November vorgesehen.
















