Fake-Umfragen sollen den Demokraten schaden vor den Midterms schaden

    Sina Barnert
    Sina Barnert

    USA,

    Die US-Zwischenwahlen stehen kurz bevor, die Demokraten liegen vorn. Nun kommt aus: Offenbar versuchen Fake-Umfragen, deren Wahlsieg zu verkomplizieren.

    Trump Jeffries Schumer
    Wollte das Meinungsforschungsinstitut «Wedgewood Polls» mit Fake-Umfragen vor den Midterms den Demokraten zugunsten der Republikaner schaden? - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den USA stehen die Midterms vor der Tür. Bei diesen könnten die Demokraten im Kongress wieder die Mehrheit erlangen.
    • Nun kommt aus: Ein Meinungsforschungsinstitut hat Fake-Umfragen zu den Wahlen in Umlauf gebracht.
    • Die Ergebnisse dieser gefälschten Umfragen schaden den Demokraten.

    Am 3. November stehen in den USA die Midterms – also die Zwischenwahlen – an.

    Bei diesen bedeutenden Wahlen wird der Kongress – Senat und Repräsentantenhaus – gewählt. Sie entscheiden darüber, wer dort die Mehrheit hält.

    Wichtig ist das vor allem deswegen, weil der Präsident in den USA nicht alleine durchregieren kann. Er braucht für vieles den Segen des Kongresses.

    Liegt die Mehrheit bei der gleichen Partei, die auch der Präsident stellt, ist das Regieren einfacher. Sonst kann es knifflig werden, erklärten gegenüber Nau.ch unlängst zwei US-Experten.

    Vor Midterms: Fake-Wahlumfragen schaden den Demokraten

    Genau das könnte Donald Trump zum Verhängnis werden, denn: Die Demokraten haben gute Chancen darauf, sich die Mehrheit im Kongress zu sichern. Dies insbesondere im Repräsentantenhaus, aber auch im Senat.

    Das versuchen die Republikaner zu verhindern. Etwa mit Hindernissen bei der Briefwahl. Aber auch durch eine Reform des sogenannten Gerrymandering, also der Neuanordnung von Wahlbezirken.

    Nun kommt zudem ein Skandal ans Licht. Das US-Meinungsforschungsinstitut «Wedgewood Polls» hat eingeräumt, fast all seine Wahlumfragen rund um die Midterms erfunden zu haben. Darüber berichtet das deutsche Magazin «Spiegel».

    Das Problem dabei: Die Umfragen schadeten wohl den Demokraten und gingen zugunsten der Republikaner aus. Denn sie zeigten auf, dass in den demokratischen Vorwahlen angeblich immer die linksten und extremsten Kandidierenden in Front lagen.

    Hilfe für Republikaner oder Wettmanipulation?

    Die gefälschten Umfragen führten dazu, dass sich gemässigtere demokratische Kandidierende aus den Vorwahlen zurückzogen. Grund dafür: Es war wegen der Umfrageergebnisse schwieriger, Spenden zu generieren und Freiwillige für die Kampagne zu finden.

    Der Verdacht liegt nahe, dass diese Vorgänge den Republikanern in die Hände spielen sollten. Denn: Bei Wechselwählenden und Unabhängigen haben allzu linke Kandidierende wenig Chancen.

    Was mit den Fake-Umfragen tatsächlich erreicht werden sollte, ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar.

    Wer wird bei den «Midterms» gewinnen?

    Der Verdacht liegt nahe, dass «Wedgewood Polls» den Republikanern mit den Fake-Umfragen in die Hände spielen wollte. Belegt ist dies allerdings nicht.

    Gleichzeitig gibt es auch Hinweise darauf, dass die Betreiber des Meinungsforschungsinstituts so bei Online-Wetten auf die Wahlen absahnen wollten. Doch auch dies gilt bis anhin nicht als gesichert.

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    Kommentare

    User #9861 (nicht angemeldet)

    Witzig direkt aus den USA hört man exakt das Gegenteil

    User #4299 (nicht angemeldet)

    Gute Kommentare.Links ist das neue Rechts.

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