Papst geisselt Schleuser und Menschenhändler: «Hört auf damit»

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Spanien,

Papst Leo XIV. hat auf den Kanaren scharfe Kritik an Schleusern und anderen Profiteuren von Migration geübt und sie zur Umkehr aufgefordert.

Papst Leo XIV. h‰lt ein kleines M‰dchen im Arm, als er zu einem Treffen mit Migranten im Aufnahmezentrum Las RaÌces in San CristÛbal de La Laguna auf Teneriffa eintrifft. Foto: Ar...
Papst Leo XIV. h‰lt ein kleines M‰dchen im Arm, als er zu einem Treffen mit Migranten im Aufnahmezentrum Las RaÌces in San CristÛbal de La Laguna auf Teneriffa eintrifft. Foto: Ar... - Keystone/AP/Arturo Rodriguez

Bei einem Treffen mit Migranten und Integrationshelfern auf der Plaza del Cristo de La Laguna auf Teneriffa sagte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken an die Adresse jener, die von der Not und Verzweiflung von vielen Migranten profitierten: «Hört auf damit! Bekehrt euch!»

Leo sagte, er wolle ein «klares Wort» an diejenigen richten, die die «Verzweiflung anderer ausnutzen; an diejenigen, die Todesrouten organisieren, Menschenhandel betreiben, Dokumente einbehalten, Arbeiter ausbeuten, Frauen bedrohen, Familien betrügen und das Leid anderer zum Geschäft machen». Zuvor berichteten ihm Migranten von ihren Erfahrungen.

Die Kanarischen Inseln sind seit vielen Jahren ein Hotspot der Fluchtbewegung von Afrika über den Atlantik nach Europa. Insbesondere zwischen 2020 und 2024 prägte das Phänomen die Inseln. Vergangenes Jahr ging die Zahl der Bootsmigranten zwar stark zurück. Auf dem Höhepunkt der Krise kamen 2024 aber binnen eines Jahres fast 50.000 Menschen irregulär auf den Kanaren an.

Zugleich warb Leo dafür, Integration als wechselseitigen Prozess zu verstehen. Weder dürften angekommene Migranten ihre Herkunft und Erinnerung vollständig aufgeben müssen, noch sollten Parallelgesellschaften entstehen. Wer in ein neues Land komme, lerne, sich einzuleben und in die Gesellschaft zu integrieren. Die Aufnahmegesellschaft lerne wiederum, «ihr eigenes Zuhause zu erweitern», ohne dabei aber ihre Identität zu verwässern, sagte Leo weiter.

Der Besuch von Teneriffa gehört zur letzten Etappe der mehrtägigen Spanien-Reise des Papstes. Am Donnerstag besuchte er bereits die Nachbarinsel Gran Canaria, wo er ebenfalls Migranten und Integrationshelfer traf. Zuvor besuchte Leo Madrid und Barcelona. Nach einer grossen Messe im Hafen von Santa Cruz de Tenerife am Nachmittag fliegt der Pontifex wieder zurück nach Rom.

Kommentare

User #3600 (nicht angemeldet)

er kommt mind 20 Jahre zu spät

User #1212 (nicht angemeldet)

In Italien klappt das Einleben ja auch besonders gut.

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