Waldbrand

    Rennen gegen die Uhr bei Waldbrand-Bekämpfung in Spanien

    Keystone-SDA
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    Bei der Bekämpfung mehrerer verheerender Waldbrände feiern die Einsatzkräfte in Spanien erhebliche Erfolge.

    Spanien
    In Spanien kämpfen die Einsatzkräfte weiterhin gegen die heftigen Waldbrände. - keystone

    «Wir sehen Licht am Ende des Tunnels», sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez nach einer Sitzung des Krisenstabs in Madrid. Die Regierung werde «bis zur letzten Flamme» alle verfügbaren Mittel einsetzen. Die von den Bränden betroffenen Gebiete seien nun zu Katastrophenzonen erklärt worden, wodurch erste Hilfen anliefen.

    Der sozialistische Politiker erneuerte zudem seinen Appell für einen parteiübergreifenden Klimapakt. Die Leugnung des vom Menschen verursachten Klimawandels sei «der schlimmste Brennstoff» im Kampf gegen Brände und Klimakrise, warnte Sánchez vor Journalisten.

    Die Löscharbeiten entwickeln sich derweil zu einem Rennen gegen die Uhr, denn der Wetterdienst Aemet hat für Mittwoch den Beginn der vierten Hitzewelle des Sommers im beliebten Urlaubsland angekündigt. Diese soll mindestens bis Sonntag anhalten. Temperaturen von bis zu 42 Grad sowie eine sinkende Luftfeuchtigkeit könnten die Arbeiten deutlich erschweren.

    Die Waldbrände treffen vor allem die Provinz Ávila westlich von Madrid sowie die benachbarten Regionen Madrid und Toledo. Dort verwüsteten die Flammen zusammen bisher knapp 80.000 Hektar Wald- und Buschland. Seit dem Wochenende hat sich die Ausbreitung der Brände allerdings deutlich verlangsamt. Rund 90.000 Menschen waren zuletzt rund um die spanische Hauptstadt von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffen.

    Allein in Ávila wurde nach vorläufigen amtlichen Schätzungen eine Fläche von knapp 50.000 Hektar zerstört. Das entspricht rund 500 Quadratkilometern – fast der Fläche des Bodensees. Dieses Feuer ist damit das grösste der jüngeren Geschichte Spaniens, das heisst seit Beginn der Erfassungen im Jahr 1968.

    Auch in der Provinz Castellón im Osten des Landes brennt es weiter. Im Gebiet Vall d'Uixó erfassten die Flammen bisher rund 8.500 Hektar. Dort waren insgesamt rund 16.000 Menschen evakuiert worden, rund 6.000 konnten aufgrund der Entspannung der Lage allerdings am Montag in ihre Häuser zurückkehren. Im Laufe des Tages würden viele weitere folgen, teilten die Regionalbehörden mit. Insgesamt wüteten in Spanien am Dienstag acht grössere Waldbrände.

    Auch in Portugal brennt dieser Tage die Natur vielerorts. Insgesamt waren am Dienstagvormittag im ganzen Land 34 Waldbrände aktiv. Die Feuer sind aber alle bislang deutlich kleiner als im iberischen Nachbarland. Sie wurden insgesamt von gut 1.000 Einsatzkräften bekämpft, wie die Behörden mitteilten.

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