Trump «nicht glücklich» über Iran

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    US-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden über die bisherigen Gespräche mit dem Iran über dessen Atomprogramm geäussert. «Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten», sagte Trump in Washington über die Iraner. «Sie sollten ein Abkommen abschliessen, das wäre klug von ihnen.» Der Iran habe bislang nicht eingewilligt, auf den Besitz und den Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. «Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht».

    US-Präsident Donald Trump spricht mit Journalisten bevor er mit Marine One vom South Lawn des Weißen Hauses abfliegt. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
    US-Präsident Donald Trump spricht mit Journalisten bevor er mit Marine One vom South Lawn des Weißen Hauses abfliegt. Foto: Alex Brandon/AP/dpa - Keystone/AP/Alex Brandon

    Stunden später kritisierte er bei einem Besuch im US-Bundesstaat Texas zudem, dass der Iran nicht auf die Anreicherung von Uran verzichten wolle. Das Land wolle «ein bisschen anreichern», auch wenn es dafür keine Notwendigkeit gebe. «Ich sage: keine Anreicherung, nicht 20 Prozent, 30 Prozent», was der Iran für zivile Zwecke wolle. Er sei damit nicht zufrieden.

    Vor seinem Abflug nach Texas hatte Trump sich in Washington zudem mit Blick auf ein mögliches militärisches Vorgehen geäussert: Es wäre netter, wenn ein Militäreinsatz nicht nötig sei – «aber manchmal muss man es auf diesem Weg machen», sagte er. Trump betonte, dass er das «stärkste Militär der Welt» gerne nicht einsetzen wolle. Er verwies zudem darauf, dass er durchaus ein Risiko für einen länger währenden Konflikt im Nahen Osten infolge eines US-Angriffs sehe. «Krieg birgt immer Risiken, sowohl positive als auch negative.» Eine abschliessende Entscheidung über den weiteren Kurs habe er bislang nicht gefällt.

    Mitte des Monats hatte Trump noch eine Frist für einen Deal genannt. Vor Journalisten sagte er auf einem Flug mit der Air Force One, dass 10 bis 15 Tage ausreichend seien. Das sei «so ziemlich das Maximum».

    Zuletzt hatten die USA und der Iran am Donnerstag miteinander verhandelt. Am Montag wollen sie erneut zusammenkommen. Nach Angaben des iranischen Aussenministers Abbas Araghtschi sind «technische Gespräche» in Wien geplant. In der österreichischen Hauptstadt ist die Zentrale der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).

    Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1756 (nicht angemeldet)

    Wen juckt schon der Iran...

    User #6479 (nicht angemeldet)

    Hoffentlich wehrt sich Iran diesmal

    Weiterlesen

    Autobahn
    1'454 Interaktionen
    Bund prüft
    Wermuth
    250 Interaktionen
    SP-Chef

    MEHR IN POLITIK

    5 Interaktionen
    Bern/Brüssel
    christoph marty
    13 Interaktionen
    Zürich
    St. Gallen

    MEHR AUS USA

    5 Interaktionen
    Washington
    Noah Wyle
    2 Interaktionen
    TV-Serienstar
    3 Interaktionen
    New York
    Walter Koenig «Star Trek»
    Wurde 90 Jahre alt