Iran und USA ringen um Atomstreit – Gespräche in Istanbul

    Esada Kunic
    Esada Kunic

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    Iran und USA wollen neue Verhandlungen aufnehmen. Erste direkte Gespräche könnten bereits am Freitag in Istanbul stattfinden.

    Abbas Araghtschi Iran USA
    Iran und USA führen Atomgespräche in Genf fort. - keystone

    Der Iran und die USA stehen kurz vor einem ersten hochrangigen Treffen seit Abbruch der Gespräche im Juni letzten Jahres. Nach Informationen vom «Tagesspiegel» sollen sich US-Sondergesandter Steve Witkoff und Irans Aussenminister Abbas Araghtschi am Freitag in Istanbul treffen.

    An dem Treffen sollen auch Vertreter Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, des Omans und Ägyptens teilnehmen. Irans Präsident Massud Pezeschkian erteilte am Dienstag die Erlaubnis für Gespräche mit den USA.

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    Er habe Aussenminister Araghtschi angewiesen, den Boden für gerechte Verhandlungen zu bereiten, schrieb Pezeschkian laut «T-Online» auf X. Voraussetzung seien eine Umgebung frei von Drohungen und unzumutbaren Erwartungen.

    Iran und USA: Streitpunkt Atomprogramm im Fokus

    Die Anweisung erfolge auch auf Bitten befreundeter Staaten in der Region, teilte Pezeschkian mit. Die Türkei hatte sich zuvor als Vermittler angeboten, um einen zerstörerischen Krieg zu vermeiden.

    Laut «GMX» berichteten türkische Medien, Präsident Erdogan habe Trump um trilaterale Gespräche mit dem Iran gebeten. Im Zentrum der geplanten Gespräche steht das iranische Atomprogramm.

    Andere strittige Punkte wie Irans Raketenprogramm oder die Unterstützung regionaler Milizen würden zunächst ausgeklammert. «Wenn es zu Gesprächen kommt, dann nur über das Nuklearthema», sagte ein beteiligter Diplomat, wie die «Jüdische Allgemeine» schreibt.

    Trumps drei Bedingungen an Iran

    Trump stellt dem Iran drei Bedingungen, berichtet «t-online».

    Diese umfassen ein vollständiges Ende der Uran-Anreicherung, eine Begrenzung des Raketenprogramms und den Stopp der Unterstützung für Milizen.

    iran usa trump
    Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA: US-Präsident Trump behauptet, die Iraner wollen unbedingt eine Einigung erzielen. - keystone

    Araghtschi wies zentrale US-Forderungen bei einer Pressekonferenz in Istanbul zurück, berichtet «GMX». Verteidigungsstrategien und Raketensysteme würden niemals Gegenstand von Verhandlungen sein, erklärte der Aussenminister.

    Iran signalisiert begrenzte Kompromissbereitschaft

    Der Iran sei bereit, 400 Kilogramm hochangereichertes Uran abzugeben, sagte ein iranischer Beamter laut «T-Online». Künftig wolle man auf Anreicherung verzichten, wenn dies im Rahmen eines Konsortiums geschehe.

    Der Ball liege nun bei Trump, fügte der Beamte hinzu. Als Gegenleistung fordert Teheran den Abzug von US-Militär aus der Region, schreibt «T-Online».

    Aussenminister Araghtschi zeigte sich vorsichtig optimistisch, berichtet die «Jüdische Allgemeine». Er sehe Spielraum für neue Gespräche, sofern die USA ein faires Abkommen anstreben.

    Militärische Drohkulisse bleibt bestehen

    Parallel zur Diplomatie bleibt die militärische Spannung hoch. Die USA haben einen grossen Flottenverband mit dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln in die Region entsandt.

    Abraham Lincoln iran usa
    Ein US-Flottenverband unter Führung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln wurde in die Region geschickt. Die Spannung zwischen dem Iran und den USA bleibt bestehen. - keystone

    Trump drohte wiederholt mit Gewalt, sollte der Iran sich Verhandlungen verweigern, berichtet «Tachles».

    Witkoff wird vor dem Istanbul-Treffen am Dienstag in Israel erwartet, berichtet «T-Online». Er trifft sich mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Generalstabschef Ejal Zamir.

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    Kommentare

    User #2195 (nicht angemeldet)

    Diese Gespräche bringen gar nichts! Da die USA eine Einseitige Politik verfolgt! Würde der Iran dasselbe von den USA verlangen, wäre jede Diskussionsbasis abgebrochen!

    User #5326 (nicht angemeldet)

    Das einfachste wäre, wenn es Weltweit keine Atomwaffen mehr geben würde. Bei den heutigen Drohnen sind sie überflüssig.

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