Kanton Waadt hinterfragt die Wirkung der Wolfsabschüsse

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Chur,

Die Waadtländer Behörden haben in der vergangenen Regulierungsphase zehn Wölfe getötet. Doch die Nutztierrisse sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Deshalb wollen die Behörden nun die Wirksamkeit der Wolfsabschüsse untersuchen lassen.

Obwohl die Wölfe auch in der Waadt reguliert werden, nahmen die Nutztierrisse nicht merklich ab. Die Behörden wollen dies nun untersuchen. (Symbolbild)
Obwohl die Wölfe auch in der Waadt reguliert werden, nahmen die Nutztierrisse nicht merklich ab. Die Behörden wollen dies nun untersuchen. (Symbolbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

160 Nutztierrisse registrierte der Kanton Waadt im Jahr 2025, wie es in einer Mitteilung am Dienstag hiess. Im Gebiet leben geschätzt etwa zwanzig Wölfe in drei Rudeln.

Im vergangenen Jahr seien sechs Festangestellte und zwanzig Wildhüterinnen und Wildhüter auf Abruf für die Wolfsjagd eingesetzt worden. Teilweise auf Kosten anderer wichtiger Aufgaben, etwa im Bereich der Bewirtschaftung weiterer Schaden verursachender Tierarten, so die Behörden.

Es seien also erhebliche Mittel eingesetzt worden seien, und trotzdem hätten die Risszahlen nicht merklich abgenommen. «Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen laufend zu überprüfen. Um die Auswirkungen der Regulierung objektiv zu bewerten, hat der Kanton beschlossen, die Stiftung Kora mit einer entsprechenden Analyse zu beauftragen», schrieb der Kanton Waadt.

Untersucht werden sollen insbesondere die Effekte auf die Anzahl der Nutztierrisse sowie auf das Verhalten der Wölfe.

Kommentare

User #5228 (nicht angemeldet)

Die Wölfe sollte man in der Natur in Frieden lassen. Nur reagieren, wenn diese zu nahe an die Siedlungen kommen. Es sterben viel mehr Nutztiere durch Unfall oder Vernachlässigung durch die Besitzer.

User #5262 (nicht angemeldet)

Gratuliere dem Kanton Waadt! Zusätzlich sollte der Herdenschutz konsequent betrieben werden.

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