Iran-Ticker: Slowakei schränkt Verkauf von Treibstoff ein
Der Iran-Krieg dauert bereits seit bald drei Wochen. Mehrere hochrangige Politiker und Militärs wurden von Israel und den USA getötet.

Das Wichtigste in Kürze
- Am 28. Februar griffen Israel und die USA den Iran an und starteten den Krieg.
- Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch Ziele in den Golfstaaten.
- Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine Entwicklung im Nahen Osten.
Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an. Seither wurden mehrere hochrangige Militärs und Politiker, darunter der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Zudem greift Israel wieder Stellungen der Hisbollah im Libanon an.
Der Iran schlägt grossflächig zurück und attackiert auch die Golfstaaten sowie deren Energieinfrastruktur. Zudem blockiert das Land die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus, was zu starken Preisanstiegen und grossen Unsicherheiten führt.
Wie lange der Krieg noch dauern wird, ist unklar. Donald Trump hat angetönt, dass er nach wenigen Wochen beendet sein werde. Doch die politischen Ziele der USA und auch Israels sind weiterhin nicht bekannt.
Slowakei schränkt Verkauf von Treibstoff ein
03.10: Die Slowakei reagiert auf die Unsicherheit bezüglich Öl und schränkt den Verkauf von Treibstoff ein, wie Ministerpräsident Robert Fico erklärt. Ab sofort darf pro Auto nur noch Benzin oder Diesel im Wert von 400 Euro gekauft werden. Zudem ist die Mitnahme von mehr als 10 Litern in Kanistern verboten.

Damit reagiert das Land auf den Tanktourismus aus den Nachbarländern. Die tiefen Preise haben zuletzt die Autofahrer aus Österreich, Tschechien und Polen an slowakische Tankstellen gezogen. Grund für die tiefen Preise war eine freiwillige Preisbremse, die die Raffinerie Slovnaft mit der Regierung vereinbart hatte.
Doch dem Tanktourismus wurd nun ein Riegel geschoben: Für Lenker von Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen gilt ein höherer Preis. Dieser wird aus den durchschnittlichen Benzinpreisen in Österreich, Tschechien und Polen berechnet.
Saudischer Aussenminister: Irans Angriffe müssen aufhören
02.50: Saudi-Arabien hat den Iran zur Einstellung der Angriffe auf die benachbarten Golfstaaten aufgefordert. Die Angriffe Irans auf seine Nachbarn würden Konsequenzen haben, sagte Saudi-Arabiens Aussenminister Faisal bin Farhan laut dem arabischen Sender Al Jazeera nach Beratungen mit den Aussenministern arabischer und islamischer Staaten in der Hauptstadt Riad.
Mit seinem Verhalten isoliere sich der Iran nur weiter. «Ich hoffe, dass sie die Botschaft des heutigen Treffens verstehen, ihre Strategie rasch überdenken und aufhören, ihre Nachbarn anzugreifen», wurde der saudische Minister zitiert.
Katar: Iranischer Angriff auf wichtiges Gas-Industriegebiet
02.30: Der Iran hat nach katarischen Angaben erneut ein Industriegebiet in dem Golfstaat angegriffen, in dem sich wichtige Anlagen zur Produktion und Verschiffung von Flüssiggas befinden. Der Zivilschutz bekämpfe einen Brand im Industriegebiet Ras Laffan, teilte das Innenministerium auf der Plattform X mit.
Es gebe keine Verletzten. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. Damit blieb auch unklar, was genau in dem weitläufigen Industriegebiet brannte.

Das Verteidigungsministerium in Doha erklärte am frühen Morgen, der Iran habe Ras Laffan mit ballistischen Raketen angegriffen. Es gebe Schäden. Die Behörde nannte zunächst keine Einzelheiten zur Zahl der vom Iran eingesetzten Raketen und zu möglicherweise von der Flugabwehr abgefangenen Projektilen.
Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend mit Raketen angegriffen worden. Betreiber Qatar Energy sprach daraufhin auf der Plattform X von Bränden und grossen Schäden.
Neuer Angriff auf Schiff im Golf von Oman
01.50: Südlich der Strasse von Hormus ist ein Schiff im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. An Bord brach ein Feuer aus. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.

Der Vorfall ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nahe dem südlichen Eingang zur Meerenge von Hormus. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt.
Katar weist Irans Militärattaché aus
01.30: Der Golfstaat Katar hat die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen. Sie seien aufgefordert, Katar innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, teilte das Aussenministerium mit. Es verwies auf wiederholte «Aggressionen» des Irans gegen Katar.
















