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    St. Galler Stimmberechtigte befürworten Verkauf des Areals Wil West

    Keystone-SDA
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    Stadt St. Gallen,

    Das Entwicklungsgebiet Wil West kann an den Kanton Thurgau verkauft werden. Dem hat das St. Galler Stimmvolk am Sonntag zugestimmt.

    wil west
    Das Gelände für das Projekt Wil West, aufgenommen am Montag, 9. Februar 2026. - keystone

    Der Kanton St. Gallen kann das Entwicklungsgebiet Wil West dem Nachbarn Thurgau verkaufen. Die Stimmberechtigten sagten auch Ja zu einem zusätzlichen Autobahnanschluss in der Region Rorschach und zu einem Neubau für ein Weiterbildungszentrum in Rapperswil-Jona.

    Die Vorlage zu Wil West wurde mit 85'420 (54,7 Prozent) gegen 70'794 Stimmen (45,3 Prozent) angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 50,1 Prozent.

    Den Autobahnanschluss plus Zubringerstrasse bewilligten die Stimmberechtigten mit 83'034 (54,0 Prozent) gegen 70'678 Stimmen (46,0 Prozent).

    Der Entscheid für den Neubau des Berufs- und Weiterbildungszentrums in Rapperswil-Jona fiel mit 126'276 (80,1 Prozent) gegen 31'351 Stimmen (19,9 Prozent).

    Zweiter Anlauf in Wil West

    Das strittige Entwicklungsgebiet westlich der Stadt Wil liegt auf Thurgauer Boden, gehört aber dem Kanton St. Gallen. 2022 hatten die St. Galler Stimmberechtigten einen Kredit für die Erschliessung des Areals abgelehnt. Die Regierung suchte eine andere Lösung und schlug vor, das Areal dem Kanton Thurgau zu übergeben.

    Mit dem Entscheid der Stimmberechtigten können nun die 125'000 Quadratmeter Land für insgesamt 10,3 Millionen Franken verkauft werden. Auf dem Areal sollen bald bis zu 3000 Arbeitsplätze entstehen. Zum Vorhaben gehören auch Angebote für den öffentlichen Verkehr sowie ein Autobahnanschluss.

    Gegen das Projekt hatten sich SVP und Grüne gewehrt. Kritisiert wurde vor allem der Verlust von wertvollem Boden. Thema war auch, dass das Verdichtungspotenzial in Wil noch nicht ausgeschöpft sei.

    Lösung für Verkehrsprobleme

    Gegen den geplanten neuen Autobahnzubringer Witen sowie die zur Vorlage gehörende «Kantonsstrasse zum See» hatte sich ein Bündnis mit Umweltverbänden sowie Grünen und SP mit einem Referendum gewehrt.

    Nach dem Ja kann nun oberhalb von Goldach eine Zu- und Abfahrt zur Nationalstrasse gebaut werden. Kombiniert wird sie mit einer neuen «Kantonsstrasse zum See». Sie soll die A1 mit dem Strassennetz in Goldach und Rorschach verbinden.

    Regierung und Befürworter erhoffen sich eine Lösung der Verkehrsprobleme in der Region Rorschach. Der Kanton beteiligt sich mit 267 Millionen Franken an den Kosten. Die Mittel stammen aus dem Strassenfonds.

    Weitgehend unbestritten war der Neubau für ein Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) in Rapperswil-Jona. Die Kosten betragen 91 Millionen Franken. Der erste Schritt ist nun ein Architekturwettbewerb. Das neue Gebäude soll auf das Schuljahr 2033/2034 fertiggestellt und bezugsbereit sein.

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    Kommentare

    User #1940 (nicht angemeldet)

    Eine Zwängerei. Schade um das Land. Aber eben, die Wirtschaft muss angekurbelt werden, mehr Beton, mehr Menschen

    User #3494 (nicht angemeldet)

    Wil wird noch mehr im Verkehr absaufen. Aber es wurde ja so gewollt. Viel Spass im Stau beim Pendeln.

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