Krieg

    Iran-Krieg eskaliert – Kallas dringt auf Verhandlungen

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Zypern,

    EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas warnt nach neuen Angriffen im Iran-Krieg vor weiterer Eskalation und dringt auf eine Waffenruhe.

    Kaja Kallas iran krieg
    Kallas warnt vor neuer Eskalation im Iran-Krieg. - keystone

    Der Iran-Krieg flammt erneut auf. Zum ersten Mal seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April feuerte der Iran am Sonntagabend wieder Raketen auf Israel.

    Israel griff daraufhin in der Nacht auf Montag militärische Ziele im Iran an, wie die «taz» berichtet.

    Flammt der Iran-Krieg neu auf?

    Auch der Jemen mischte sich mit Raketensalven ein, gefolgt von weiteren iranischen Angriffen am Montagmorgen.

    Kallas drängt auf Verhandlungen im Iran-Krieg

    EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas kritisierte die Kampfhandlungen scharf beim Treffen der EU-Verteidigungsminister in Nikosia. «Ich denke, die Region braucht keine weitere Eskalation», sagte sie laut der «taz».

    Die Kriegsparteien sollten sich stattdessen «an den Verhandlungstisch setzen und eine Einigung erzielen», forderte Kallas. Brüssel stehe «mit beiden Seiten in Kontakt», um diese Botschaft zu übermitteln, erklärte sie.

    Kallas betonte zudem, es müsse «eine diplomatische Lösung» in dem Iran-Krieg geben. Schwierige Themen wie das iranische Nuklearprogramm könnten nach einer Waffenruhe angegangen werden, so die EU-Aussenbeauftragte.

    Trump hält an Verhandlungen fest

    US-Präsident Donald Trump erklärte trotz der neuen Eskalation im Iran-Krieg, die Verhandlungen mit Teheran weiterzuführen. «Das wird keinerlei Auswirkungen auf das Abkommen haben», sagte Trump laut der «taz» in einem «Financial Times»-Interview.

    Der iranische Aussenministeriumssprecher wies die Verantwortung für die Eskalation den USA zu. Sprecher Ismail Baghai erklärte laut «ZDFheute», Israel ergreife keine Massnahmen ohne vorherige Absprache mit den USA.

    Donald Trump iran krieg
    Trotz der neuen Eskalation im Iran-Krieg hält US-Präsident Donald Trump nach eigener Aussage an den Verhandlungen mit Teheran fest. - keystone

    Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder zeigte sich derweil besorgt, aber nicht alarmiert. «Wir haben im Moment keine physischen Knappheiten in Europa zu befürchten», sagte Schnieder, wie «ZDFheute» berichtete.

    Ölpreis zieht nach Eskalation an

    Die erneuten Angriffe treffen auch die Weltwirtschaft. Der Ölpreis kletterte am Montag deutlich nach oben.

    Rohöl der Sorte Brent kostete rund 97 US-Dollar pro Barrel (etwa 77,3 Fraken). Und damit rund vier Prozent mehr als Ende der Vorwoche, wie «finanzen.net» berichtete.

    Die jüngste Eskalation weckt Befürchtungen, ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA könnte scheitern. Der Ölmarkt hatte bereits zu Jahresbeginn stark auf die Entwicklungen im Iran-Krieg reagiert.

    Kommentare

    User #2620 (nicht angemeldet)

    Kallas warnt schon so routiniert wie Guterres. Härzig.

    User #1382 (nicht angemeldet)

    Was hat Kallas zu sagen, ist alles nicht EU Sache!

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