Krieg

    Wie der Iran-Krieg Trumps Machtbasis gefährdet

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Der Iran-Krieg kostet Trump immer mehr Rückhalt: Nur noch ein Drittel der US-Bürger befürwortet den Militäreinsatz – und die Midterms nahen.

    Donald Trump iran krieg
    Eine neue Umfrage zum Iran-Krieg zeigt: Nur 33 Prozent der Amerikaner stehen hinter dem Militäreinsatz. Für Trump kommt das zur denkbar schlechtesten Zeit. - keystone

    Der Iran-Krieg ist für Donald Trump innenpolitisch zur echten Belastung geworden, wie «T-Online» berichtet.

    Die Unterstützung der US-Bevölkerung dafür ist gemäss einer Umfrage auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten gefallen.

    Sollten die USA den Iran-Krieg fortführen, bis ihre Ziele erreicht sind?

    Noch rund ein Drittel der US-Bürger befürwortet den Militäreinsatz, wie eine Erhebung von Reuters und Ipsos ergab.

    Ziele unklar für viele Amerikaner

    Zudem sind 69 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Trump die Ziele der Intervention nicht klar dargelegt habe.

    Das US-Präsidialamt mass der Erhebung keine Bedeutung bei, berichten die «Salzburger Nachrichten». Sprecherin Olivia Wales teilte mit, Trump werde Entscheidungen nicht von schwankenden Umfragewerten abhängig machen.

    Wichtigstes Ziel bleibe es, den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern, hiess es vom Weissen Haus.

    Auch eigene Basis wendet sich vom Iran-Krieg ab

    Laut «news.de» bröckelt die Unterstützung für Trumps Iran-Kurs ausgerechnet in seiner eigenen MAGA-Basis.

    Demnach machen 57 Prozent der MAGA-Wähler und 63 Prozent der übrigen Trump-Anhänger den Iran-Konflikt direkt für den Preisanstieg verantwortlich.

    Curt Mills, Chefredakteur des US-Magazins «The American Conservative», äusserte sich gegenüber dem «Guardian» verblüfft über Trumps Kurs. «Es gibt praktisch kein Szenario, in dem das den Republikanern bei den Zwischenwahlen hilft», sagte er laut «T-Online».

    Midterms als Druckmittel gegen den Iran-Krieg

    Wie die «Salzburger Nachrichten» berichten, sind im Iran-Krieg bisher 18 US-Soldaten ums Leben gekommen. Ebenso Tausende Menschen im Iran und im Libanon.

    trump iran krieg
    Fünf Monate nach Kriegsbeginn stützt nur noch ein Drittel der US-Bevölkerung den Iran-Krieg. Für Trumps Republikaner sind das keine guten Vorzeichen. - keystone

    Trump hatte im Wahlkampf 2024 versprochen, die USA aus langwierigen Konflikten herauszuhalten. Und schätzte die Dauer des Einsatzes zunächst auf vier bis fünf Wochen.

    Vali Nasr von der Johns Hopkins University sieht laut «T-Online» für Trump allerdings einen Hoffnungsschimmer. Gelingt es ihm, den Krieg rasch zu Gunsten der USA zu entscheiden, könnte er bei den Midterms noch profitieren.

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    Kommentare

    User #2013 (nicht angemeldet)

    Zum Glück sinkt seine Zustimmung. Dann verschwindet er endlich von der Bildfläche.

    User #6540 (nicht angemeldet)

    Ich befürchte dass Trump so dumm und ignorant ist und tatsächlich Bodentruppen im Iran einsetzt. Das wäre dann das absolut grösste und etzte Disaster dieses abgehobenen Typen.

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