Krieg

    Iran-Krieg eskaliert – Teheran droht mit Vergeltung

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Iran,

    «Auge um Auge»: Im Iran-Krieg droht Teheran den USA mit massiver Vergeltung, falls amerikanische Streitkräfte iranische Brücken oder Kraftwerke angreifen.

    iran krieg Abbas Araghtschi
    Aussenminister Abbas Araghtschi bezeichnete die angekündigten US-Sanktionen gegen den Iran als Ausdruck von Hilflosigkeit. - keystone

    Teherans Aussenminister Abbas Araghtschi kündigte auf der Plattform X eine entschiedene Reaktion bei Angriffen auf iranische Infrastruktur an. «Unsere Verteidigungsdoktrin ist klar: Auge um Auge», schrieb er dort, wie das «Handelsblatt» berichtet.

    Jeder Angriff auf den Iran – einschliesslich seiner zivilen Infrastruktur – werde eine mächtige Antwort nach sich ziehen, so Araghtschi. Wer dazu in welcher Form auch immer beitrage, werde ebenfalls als legitimes Ziel betrachtet.

    Glaubst du, dass der Iran-Krieg in eine neue, noch gefährlichere Phase der Eskalation eintritt?

    Trump hatte via Truth Social angekündigt, bei jedem iranischen Schiffsangriff in der Strasse von Hormus zu reagieren. Die USA würden dann eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zerstören, berichtet der «Tagesspiegel».

    Iran-Krieg weitet sich auf Golfregion aus

    Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf verschärfte die Drohungen ebenfalls, wie das «Handelsblatt» meldet. Wenn der Iran kein Öl exportieren könne, werde niemand in der Region sein Öl exportieren können, erklärte er.

    Zugleich warnte Ghalibaf, dass keine Infrastruktur sicher sei, wenn die Sicherheit des Irans nicht gewährleistet werde. Damit drohte er indirekt auch mit Angriffen auf Energieinfrastruktur verbündeter Golfstaaten.

    Das US-Militär griff in der Nacht auf Donnerstag erneut Ziele im Iran an: die zwölfte Nacht in Folge. Der Iran antwortete mit Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain, wie das «Handelsblatt» berichtet.

    Wirtschaft unter Druck durch Iran-Krieg

    Parallel eskaliert der Konflikt auch auf dem Wasser: Von Iran unterstützte Huthi-Rebellen griffen nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker im Roten Meer an. Mehrere weitere Tanker änderten daraufhin ihren Kurs, berichtet das «Handelsblatt».

    Hormus iran krieg
    Kein Ende in Sicht: Im Iran-Krieg eskalieren die Drohungen rund um Brücken, Kraftwerke und die strategische Strasse von Hormus. - keystone

    Auf dem Energiemarkt zeigen sich deutliche Auswirkungen: Der Gaspreis kletterte auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn, wie das «Handelsblatt» festhält. Die Weltbank warnte gleichzeitig, eine Eskalation des Iran-Kriegs könne das globale Wachstum auf 1,3 Prozent einbrechen lassen.

    Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind ins Stocken geraten und ein Ende des Iran-Kriegs ist nicht absehbar. Das Hin und Her der US-Regierung belastet dabei die Weltwirtschaft zunehmend, berichtet «ZDFheute».

    Kommentare

    User #6001 (nicht angemeldet)

    Vieleicht sollte Iran einfach mal dem Proletariat abschwören nur um im inland vor der Garde gut dazu stehen und dafür in der Aussen Politik massive nachteile zu erzeugen--- Ich würde Grundsatz entfehlen: "Wen Israel diese Aktion macht zwingt Sie uns zu einer gegen Reaktion", mehr ist gar nicht nötig---

    User #4133 (nicht angemeldet)

    Mit der Sperrung des Hormuskanals durch den Iran und des anderen Kanals durch die Huhtis schiessen sie sich in die eigenen Füsse.

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