Iran-Krieg eskaliert – Teheran droht mit Vergeltung
«Auge um Auge»: Im Iran-Krieg droht Teheran den USA mit massiver Vergeltung, falls amerikanische Streitkräfte iranische Brücken oder Kraftwerke angreifen.

Teherans Aussenminister Abbas Araghtschi kündigte auf der Plattform X eine entschiedene Reaktion bei Angriffen auf iranische Infrastruktur an. «Unsere Verteidigungsdoktrin ist klar: Auge um Auge», schrieb er dort, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Jeder Angriff auf den Iran – einschliesslich seiner zivilen Infrastruktur – werde eine mächtige Antwort nach sich ziehen, so Araghtschi. Wer dazu in welcher Form auch immer beitrage, werde ebenfalls als legitimes Ziel betrachtet.
Trump hatte via Truth Social angekündigt, bei jedem iranischen Schiffsangriff in der Strasse von Hormus zu reagieren. Die USA würden dann eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran zerstören, berichtet der «Tagesspiegel».
Iran-Krieg weitet sich auf Golfregion aus
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf verschärfte die Drohungen ebenfalls, wie das «Handelsblatt» meldet. Wenn der Iran kein Öl exportieren könne, werde niemand in der Region sein Öl exportieren können, erklärte er.
Zugleich warnte Ghalibaf, dass keine Infrastruktur sicher sei, wenn die Sicherheit des Irans nicht gewährleistet werde. Damit drohte er indirekt auch mit Angriffen auf Energieinfrastruktur verbündeter Golfstaaten.
Das US-Militär griff in der Nacht auf Donnerstag erneut Ziele im Iran an: die zwölfte Nacht in Folge. Der Iran antwortete mit Drohnenangriffen auf US-Militärstützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Wirtschaft unter Druck durch Iran-Krieg
Parallel eskaliert der Konflikt auch auf dem Wasser: Von Iran unterstützte Huthi-Rebellen griffen nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker im Roten Meer an. Mehrere weitere Tanker änderten daraufhin ihren Kurs, berichtet das «Handelsblatt».

Auf dem Energiemarkt zeigen sich deutliche Auswirkungen: Der Gaspreis kletterte auf den höchsten Stand seit Kriegsbeginn, wie das «Handelsblatt» festhält. Die Weltbank warnte gleichzeitig, eine Eskalation des Iran-Kriegs könne das globale Wachstum auf 1,3 Prozent einbrechen lassen.
Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind ins Stocken geraten und ein Ende des Iran-Kriegs ist nicht absehbar. Das Hin und Her der US-Regierung belastet dabei die Weltwirtschaft zunehmend, berichtet «ZDFheute».
















