Krieg

    USA greifen Teheran an – Steht eine neue Eskalation bevor?

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Iran,

    Explosionen über Teheran, zwölf Nächte US-Angriffe in Folge: Die Eskalation im Iran-Krieg verschärft sich rapide – mit globalen Folgen.

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    Erstmals seit Wochen aktiviert der Iran die Flugabwehr in Teheran. Die jüngste Eskalation im Iran-Krieg könnte eine gefährliche neue Dimension erreichen. (Archivbild) - depositphotos

    In der Nacht auf den 22. Juli wurde in Teheran erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation wieder die Flugabwehr aktiviert.

    Im Nordosten der Millionenmetropole schreckte sie viele Bewohner gegen 3:30 Uhr Ortszeit aus dem Schlaf.

    Glaubst du, dass der Iran-Krieg in eine neue, noch gefährlichere Phase der Eskalation eintritt?

    Etwa eine halbe Stunde lang waren dumpfe Detonationen zu hören. Parallel dazu informierte das US-Militär über eine neue Welle von Angriffen: ein weiteres Zeichen der Eskalation, wie «T-Online» berichtet.

    Elfte Nacht in Folge: Marine und Kommandozentren als Ziele

    Zu den Zielen der gut einstündigen Angriffswelle gehörten militärische Kommandozentren, die iranische Marine und Standorte der Luftwaffe. Das teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf X mit, so «web.de».

    Zweck der Angriffe war laut Centcom, die Fähigkeiten des Iran zu schwächen, Handelsschiffe in der Strasse von Hormus anzugreifen. Trump hatte dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht und dabei ein Areal genannt, das als «Pickaxe Mountain» bekannt ist.

    «Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht», sagte er, wie «web.de» zitiert. Trump betonte zudem, das US-Militär werde jede Anlage ins Visier nehmen, die Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle.

    Steht der Krieg vor neuer Eskalation?

    Die Eskalation erfasst die ganze Region: Irans Streitkräfte feuerten Raketen auf USA-verbündete Staaten, darunter Jordanien, Kuwait und Bahrain. Das Königreich Jordanien wehrte laut T-Online vier von sechs ballistischen Raketen ab.

    Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Kalibaf liess auf X keinen Zweifel an Teherans Haltung. «Die Logik dieses Krieges ist klar: entweder alle oder keiner», schrieb er, wie «ZDFheute» berichtet. Die Sicherheit der Strasse von Hormus hänge vom Rückzug der US-Streitkräfte ab.

    Die anhaltenden US-Angriffe trieben die Ölpreise auf den höchsten Stand seit Mitte Juni. Brent stieg zeitweise auf 95,57 Dollar (etwa 77,81 Franken) pro Barrel: ein Anstieg von 3,7 Prozent, meldet «ZDFheute».

    Grossbritannien zieht Diplomaten ab

    Diplomatisches Personal der britischen Botschaft in Teheran ist vorübergehend abgezogen worden. Grossbritannien begründete den Schritt mit der «Sicherheitslage», berichtet «ZDFheute».

    Donald Trump eskalation
    Mit seinen wiederholten Drohungen treibt Trump die Eskalation des Konflikts sichtlich voran. - keystone

    Laut «T-Online» kamen bei den Angriffen seit Anfang Juli gemäss iranischen Regierungsangaben mindestens 53 Menschen ums Leben. Fast 600 weitere wurden verletzt, über Verluste unter den Streitkräften gibt es keine offiziellen Angaben.

    Pentagon-Chef Hegseth bezifferte die bisherigen Kriegskosten für die USA auf 37,5 Milliarden Dollar (etwa 30,5 Milliarden Franken), berichtet «web.de». Er warb beim US-Senat für weitere 67 Milliarden Dollar (etwa 54,55 Milliarden Franken), um Einsatzbereitschaft und Munitionsvorräte zu sichern.

    Kommentare

    User #6362 (nicht angemeldet)

    Antwort: JA.

    User #4819 (nicht angemeldet)

    Der selbsternannte "Friedenspräsident" der USA voll in action! Das verheisst nichts Gutes

    Weiterlesen

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