«Grosser Weltkrieg»: Iran warnt USA vor Bodentruppeneinsatz
Im Nahen Osten tobt der Krieg weiter. Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den der Iran abgelehnt und mit einem eigenen Vorschlag gekontert hat.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit über einem Monat tobt im Nahen Osten ein Krieg.
- Die USA haben einen Friedensplan vorgelegt, den Teheran gekontert hat.
- Im Ticker erfährst alles zu den Neusten Entwicklungen rund um den Iran-Krieg.
Seit über einem Monat bekriegen sich die USA zusammen mit Israel und dem Iran.
Mehrere hohe Militärs und Politiker in Teheran wurden getötet. Der Iran seinerseits greift auch die Golfstaaten an und blockiert die Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen geführt.
Donald Trump hat zuletzt von einer Waffenruhe, Gesprächen und einem vorgelegten Friedensplan gesprochen.
Doch der US-Präsident droht dem Iran auch mit Angriffen auf Energieanlagen, sollte die Strasse von Hormus nicht freigegeben werden. Das Ultimatum wurde aber verlängert.
Teheran dementiert, dass es Gespräche gibt. Der 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende wurde zurückgewiesen, dafür ein eigener 5-Punkte-Plan vorgelegt.
Gespräche zwischen dem Iran und den USA werden diese Woche erwartet.
Im Ticker von Nau.ch bleibst du zu den neusten Entwicklungen rund um den Iran-Krieg auf dem Laufenden.
Iran warnt USA vor Bodentruppeneinsatz
13.10: Der Iran hat die USA vor einer Bodenoffensive gewarnt. «Zweifelt keinen Augenblick an der Entschlossenheit unserer Soldaten», sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge.
Der Iran sei sich sicher, dass er die USA bestrafen könne. Und zwar so, dass es die USA nicht mehr wagen würden, den Iran anzugreifen. Man befinde sich in einem «grossen Weltkrieg», so Ghalibaf.

Er äusserte sich zudem skeptisch zu Vermittlungsversuchen. Die USA signalisierten Verhandlungsbereitschaft, planten aber heimlich eine Bodenoffensive, so Ghalibaf.
Der Sprecher der iranischen Streitkräfte sagte zudem, eine Bodenoffensive oder Besetzung eines Teils des Irans sei ein «Wunschtraum». Denn: Man warte nur auf solch eine Aktion.
Syrien fängt Drohnenangriff auf US-Stützpunkt im Irak ab
12.51: Die syrischen Regierungstruppen haben nach eigenen Angaben einen Drohnenangriff auf eine US-Militärbasis aus dem Irak abgewehrt.

Vier Drohnen aus dem Irak hätten den US-Stützpunkt angegriffen, teilte der stellvertretende Verteidigungsminister Sipan Himo heute mit.
«Wir betrachten den Irak als verantwortlich und rufen dazu auf, eine Wiederholung von Angriffen zu verhindern, die unsere Stabilität gefährden.»
Iran und Israel führen gegenseitige Angriffe fort
11.42: Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, Raketen seien in einem Wohngebiet südlich von Teheran eingeschlagen. Dabei seien zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter sechs afghanische Migranten.
Das israelische Militär bestätigte Angriffe in der iranischen Hauptstadt sowie anderen Gebieten in dem Land. Ziel sei Infrastruktur des iranischen Machtapparats gewesen, hiess es.

Der Iran setzte derweil seine Raketenangriffe auf Israel fort. In verschiedenen Städten des Südens heulten die Warnsirenen. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Angaben zu Verletzten.
Der Angriff galt nach Medienberichten auch der Wüstenstadt Dimona, die in der Nähe des israelischen Atomreaktors liegt.
Schwerste Angriffe auf Iran seit Kriegsbeginn, tausende Tote
11.33: Das Menschenrechtsnetzwerks HRANA schrieb am Samstag, die Angriffe der vergangenen Tage auf den Iran seien die stärksten seit Kriegsbeginn gewesen.
74 Prozent der Angriffe hätten sich in Teheran ereignet. Nach Angaben von HRANA wurden mehr als 3400 Menschen getötet, darunter mindestens 1500 Zivilisten.
Laut Ex-Diplomat: Huthi-Angriffe sind Warnung an USA und Israel
11.27: Die Raketenangriffe der Huthi-Miliz auf Israel sind nach Einschätzung eines früheren US-Spitzendiplomaten eine Warnung an die USA und Israel.
Diese Angriffe seien eine zunächst nur symbolische und noch keine vollständige Beteiligung am Krieg. Das sagte Nabil Churi, ehemaliger Vizechef der US-Mission im Jemen, dem Nachrichtensender Al Jazeera.

Hintergrund seien Drohungen der USA über eine mögliche Eskalation, wenn es in Verhandlungen keine Einigung gebe.
«Die Huthi sagen: ‹Wir sind noch hier, und wenn ihr wirklich gegen den Iran aufs Ganze geht, werden wir einspringen.› Das haben sie bis zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht getan», sagte Churi.
Marschieren die USA im Iran ein?
08.33: Laut der «Washington Post» bereiten sich die USA auf einen Einsatz von Bodentruppen im Iran vor. Im Pentagon würden die Vorbereitungen darauf bereits auf Hochtouren laufen, heisst es im Bericht.

Der nächste Kriegsschritt sei eine «wochenlange Bodenoperation im Iran». Dafür soll das US-Verteidigungsministerium tausende Soldaten in den Nahen Osten versetzen.
Aktuell fehle für einen Einmarsch jedoch noch das offizielle Okay von Donald Trump, so die Zeitung.
EU-Mission warnt vor Huthi-Angriffen auf Schifffahrt
08.23: Die EU-geführte Marinemission «Aspides» warnt vor Angriffen der Huthi-Miliz auf die internationale Schifffahrt.
Denn: Die Miliz könnte mit Bab-el-Mandab eine zweite als Handelsroute wichtige Meerenge blockieren. Dies, nachdem der Iran bereits die Strasse von Hormus blockiert.

Schiffe könnte dort erneut ins Visier geraten, teilte die Marinemission mit Sitz im griechischen Larissa mit. Reedereien, deren Schiffe sich in der Region befinden, werde empfohlen, besonders vorsichtig zu sein.
Iran droht mit Angriffen gegen israelische und US-Unis
03.17: Der Iran droht mit Angriffen auch gegen israelische und US-amerikanische Hochschuleinrichtungen.
Israelische und amerikanische Universitäten in der Region würden Ziel iranischer Vergeltungsmassnahmen. Das zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform X.

Der Iran greift seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe vor einem Monat als Gegenreaktion nicht nur Ziele in Israel an. Das Mullah-Regima hat auch die Golfstaaten, die US-Stützpunkte beherbergen, unter Beschuss genommen.
Angriff auf Residenz von Kurden-Präsident im Nordirak
01.19: In der kurdischen Autonomieregion im Norden des Iraks ist die Residenz des Präsidenten, Nechirvan Barsani, angegriffen worden.
Barsani sagte dem kurdischen Medienportal «Rudaw», der Angriff stelle «eine gefährliche Eskalation für den gesamten Irak» dar. Zur selben Zeit wurden in der Region Kurdistan laut «Rudaw» mehr als ein halbes Dutzend Drohnenangriffe registriert.
Bislang hat sich niemand zu den Angriffen bekannt. Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. Die USA machten «Stellvertreter der iranischen Terror-Milizen im Irak» dafür verantwortlich.












