WM 2026 – Kolumbien-Star nach Aus gegen Nati mit Mord bedroht

Jaminto Campaz vergab an der WM 2026 gegen die Schweiz spät eine Top-Chance. Nun werden der Kolumbianer und seine Familie mit dem Tod bedroht.

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Jaminto Campaz vergibt gegen die Schweiz eine grosse Chance. - srf

Das Wichtigste in Kürze

  • Kolumbien-Star Jaminto Campaz und seine Familie erhalten Morddrohungen.
  • Grund dafür ist seine vergebene Chance im WM-Achtelfinal gegen die Schweiz.
  • Er wird nun vorerst nicht in seine Heimat zurückkehren.

Nach seiner Einwechslung war Kolumbiens Jaminton Campaz im Achtelfinal der WM 2026 ein Aktivposten. Mal für Mal beschäftigte er die Schweizer Abwehr, vor allem Miro Muheim.

Kurz vor Ende der Verlängerung erhielt er eine Top-Chance. Nach einem haarsträubenden Fehler von Granit Xhaka kam er im Strafraum an den Ball und frei zum Abschluss. Der Ball flog aber über die Latte. Es wäre wohl der Siegtreffer für Kolumbien gewesen.

Im Penaltyschiessen trat Campaz als Dritter an. Sein Schuss rutschte unter Gregor Kobel hindurch ins Netz. Für den Sieg reichte es nicht: Die Schweizer Nati setzte sich durch, Kolumbien musste die Heimreise antreten.

Dort wäre der Stürmer nicht mit offenen Armen empfangen worden – dafür mit Morddrohungen gegen ihn und seine Familie.

«Kein Sportler und kein Mitglied seines engsten Umfelds sollte Einschüchterungen ausgesetzt sein, nur weil er sein Land im Sport vertritt». Dies schreibt der kolumbianische Fussballverband in einer Stellungnahme. Wie die Online-Fussballplattform «One Football» berichtete, hat sich der 25-Jährige dazu entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in seine Heimat zurückzukehren.

Erinnerungen an Andrés Escobar

In Kolumbien ist man besonders für solche Drohungen sensibilisiert: Während der Weltmeisterschaft 1994, ebenfalls in den USA, erzielte Verteidiger Andrés Escobar bei der 1:2-Niederlage gegen das Gastgeber-Team ein Eigentor.

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Andrés Escobar wurde wegen eines Eigentors an der WM 1994 in den USA umgebracht. - keystone

Tage nachdem die Mannschaft ausgeschieden war und nach Hause zurückgekehrt war, wurde Escobar in Medellín ermordet. Die Tat sorgte weltweit für Entsetzen. Escobar spielte in der Saison 1989/90 in der Schweiz beim BSC Young Boys.

Kolumbiens Fussballverband hat die Generalstaatsanwaltschaft des Landes aufgefordert, die Ermittlungen zur Identifizierung der Hintermänner der Drohungen gegen Campaz zu forcieren. «Zum Fussball gehören auch schwierige Momente», schrieb der beim argentinischen Verein Rosario Central unter Vertrag stehende Profi. «Mein Kolumbien, bitte lasst uns den Respekt niemals aus den Augen verlieren. Wir mögen unterschiedlicher Meinung sein oder Frustration und Traurigkeit empfinden, aber keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst

Kommentare

User #3230 (nicht angemeldet)

Muheim ist schuld.

User #1045 (nicht angemeldet)

FUSSBALLFANS SIND HOCHINTELLIGENT, UND HIER KOMMT DER KLARE BEWEIS: SIE SITZEN ALLE VOR DEM FERNSEHER UND SCHAUEN ZU WIE ERWACHSENE MÄNNER EINEM BALL HINTERHERRENNEN 😁😜🤣

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