Wetter: Anflugprobleme auf Zürich wegen Wind
Seit Tagen schwitzen die Schweiz und ganz Europa. Die Hitzewelle soll laut Prognosen heute ihren Höhepunkt erreichen.

Im Überblick
12- Landungen in Zürich nur erschwert möglich
- Flugzeuge haben Probleme in Zürich zu landen
- Starker Wind: Swiss-Flieger muss in Zürich durchstarten
- Baselbiet verbietet Baden in fast allen Fliessgewässern
- Hitzewelle sorgt für Buchungsboom in Bergen und an Seen
- 39,7 Grad: Rekord in Basel
- Schon kurz nach Mittag fallen erste Temperaturrekorde
- Basel-Stadt sagt offizielle Feuerwerke zur Bundesfeier ab
Europa ächzt erneut unter der Hitze. Die Seen und Flüsse führen tiefe Pegel, Boote liegen teils auf. Vielerorts sind die Böden sehr trocken, grosse Mengen an Regen sind nicht in Sicht. Deshalb gilt in fast der gesamten Schweiz ein Feuer- und Feuerwerksverbot.
Am Mittwoch wurden erneut mehrere Allzeit-Temperaturrekorde in Schweizer Ortschaften gebrochen. Der Höhepunkt der Hitzewelle wird aber erst heute Donnerstag erwartet.
Spanien und Frankreich kämpfen wegen der Hitze und Trockenheit mit heftigen Waldbränden. Tausende Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, viele haben ihr gesamtes Hab und Gut in den Flammen verloren.
Starker Wind sorgt am Donnerstagabend für Probleme am Flughafen Zürich. Eine Swiss-Maschine aus Bukarest musste ihren Landeanflug abbrechen und durchstarten. Auf Flightradar waren zudem mehrere Flugzeuge im Anflug auf den Flughafen zu sehen.

Wegen der anhaltenden Trockenheit gilt im Kanton Basel-Landschaft ab Freitag, 31. Juli, um 12 Uhr ein Bade-, Betretungs- und Fischereiverbot für fast alle Fliessgewässer. Ausgenommen sind der Rhein und Teile der Birs. Das Verbot gilt auch für Haustiere, wie der Kantonale Führungsstab mitteilt.
Die anhaltende Hitze treibt viele Reisende kurzfristig in kühlere Berg- und Seeregionen. Besonders Gstaad, Davos-Klosters und das Engadin melden mehr spontane Buchungen von Schweizer Gästen. Gleichzeitig sinkt das Interesse an Museen, Schlössern und Thermalbädern, wie Schweiz Tourismus gegenüber Keystone-SDA mitteilte.
In Basel-Binningen sind am Donnerstag 39,7 Grad gemessen worden. Damit wurde der bisherige Schweizer Jahresrekord vom 27. Juni um 0,7 Grad übertroffen.
Zugleich wurde die höchste je auf der Alpennordseite registrierte Temperatur egalisiert. Laut MeteoSchweiz war dieser Wert bisher nur am 7. Juli 2015 in Genf erreicht worden.
Neuer Hitzerekord in Basel. Mit 39.7 Grad wurde der bisherige Rekord vom 27. Juni 2026 um 0.7 Grad übertroffen. Ausserdem wurde die bisher höchste Temperatur auf der Alpennordseite vom 7. Juli 2015 in Genf mit ebenfalls 39.7 Grad egalisiert.
— MeteoSchweiz (@meteoschweiz) July 30, 2026
Für einen neuen Schweizer Hitzerekord reicht es aber nicht. Dieser stammt aus dem Hitzesommer 2003. Am 11. August 2003 wurden in Grono GR am südlichen Eingang zum Misox 41,5 Grad gemessen.
Die Schweiz erlebt damit einen aussergewöhnlich heissen Tag. Temperaturen nahe 40 Grad werden hierzulande nur sehr selten erreicht.
Die Hitzewelle hat die Schweiz weiter fest im Griff. Bereits kurz nach dem Mittag sind am Donnerstag an verschiedenen Orten auf der Alpennordseite neue Rekordwerte für einen 30. Juli verzeichnet worden.
In Basel-Binningen gab es laut Meteoschweiz um 13.30 Uhr mit 38,7 Grad sogar einen neuen Rekord für den laufenden Monat. Der Wert lag nur noch knapp unter dem am 27. Juni gemessenen diesjährigen Schweizer Temperaturrekord von 39 Grad.

Tagesrekorde verzeichnete das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie beispielsweise in St.Gallen um 12.40 Uhr mit 29,3 Grad, in Payerne VD mit 32,7 Grad und in Davos GR 27,1 Grad. In Meiringen BE wurden um 13.00 Uhr 33,2 Grad gemessen, in Bad Ragaz SG 34,1 Grad.
Die Temperatur-Tageshöchstwerte werden im Sommer normalerweise erst zwischen 16.00 und 18.00 Uhr erreicht.
Die offiziellen Feuerwerke anlässlich der Bundesfeier auf dem Rhein und dem Bruderholz in Basel sind abgesagt worden. Grund dafür sind anhaltende Trockenheit und Hitze, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte.
Aufgrund der Bedingungen sei es «von grösster Wichtigkeit», dass das absolute Feuerentfachungs- und Feuerwerksverbot im Kanton Basel-Stadt eingehalten wird, wie es heisst.

Nach Absprache mit den Trägervereinen der beiden Feiern in Basel habe man sich entschieden, die Feuerwerke abzusagen.
Auf dem Rhein gebe es am 31. Juli etwa Shows des Feuerlöschboots und des Wasserski-Clubs Basel zu sehen, schreibt die Regierung.
Und am 1. August werde auf dem Bruderholz eine feuerwerklose Show gezeigt. Diese werde mit Wasser, Licht und Lasern dargeboten. Der traditionelle Lampionumzug mit mehreren hundert Kindern finde wie angekündigt statt.
Im Kanton Solothurn gilt ab sofort ein absolutes Feuerverbot im Freien. Verboten sind Feuer im Wald, in Gärten und im gesamten Siedlungsgebiet. Auch Feuerwerk darf grundsätzlich nicht mehr abgebrannt werden. Grund ist die sehr grosse Waldbrandgefahr.
Die Behörden haben die Gefahrenstufe auf die höchste Stufe 5 angehoben. Die anhaltende Hitze und die fehlenden Niederschläge hätten die Trockenheit weiter verschärft, teilte der Kanton am Donnerstag mit.

Verboten sind insbesondere das Entfachen von Feuer sowie das Grillieren mit Holz oder Holzkohle. Das Verbot gilt auf dem gesamten Kantonsgebiet. Auch das Wegwerfen brennender Raucherwaren ist untersagt.
Das Feuerwerksverbot bleibt ebenfalls auf dem gesamten Kantonsgebiet bestehen. Widerhandlungen werden mit einer Ordnungsbusse von 200 Franken geahndet. Weitere strafrechtliche Folgen bleiben vorbehalten.
Heute erwarten die Meteorologen den Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle: SRF Meteo rechnet auf der Alpennordseite mit 33 bis 37 Grad, MeteoSchweiz gar mit 34 bis 38 Grad.
Der Donnerstag beginnt schweizweit sonnig. Gegen Nachmittag oder Abend können von Westen her einige Wolken aufziehen. Zudem sorgt der frische Wind für etwas Abkühlung.

Am Freitag sieht der Tag ähnlich aus: Sonne am Morgen, Wolkenfelder am Nachmittag bei Temperaturen von 32 bis 35 Grad. Es sind am Abend lokal kräftige Schauer und Gewitter möglich.
Der Nationalfeiertag am Samstag ist dann etwas weniger freundlich: Bereits am Morgen sind lokale Platzregen möglich, am Nachmittag auch Gewitter. Gemäss den Prognosen bleibt es vielerorts aber auch trocken bei maximal 27 bis 32 Grad.











