Andrew Tate soll Frauen gewürgt und vergewaltigt haben
Neu enthüllte Gerichtsdokumente aus den USA werfen Andrew Tate und seinem Bruder Tristan vor, Frauen bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und vergewaltigt zu haben.
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Das Wichtigste in Kürze
- Laut US-Gerichtsakten sollen die Tate-Brüder Frauen gewürgt und vergewaltigt haben.
- Andrew Tate droht in Grossbritannien eine Anklage mit 32 weiteren Vorwürfen.
- Ein US-Richter entscheidet über die Auslieferung der Brüder an Grossbritannien.
Andrew Tate (39) und sein Bruder Tristan Tate (38) sind am Montag erstmals seit ihrer Festnahme am Samstag in Miami vor einem Bundesgericht erschienen. Sie sitzen in Bundeshaft, während ein US-Bezirksrichter über ihre Auslieferung an Grossbritannien entscheidet.
Neu veröffentlichte Gerichtsdokumente zeigen erstmals Details der britischen Vorwürfe. Andrew Tate soll 2015 eine Frau in ihrem Zuhause bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und anschliessend vergewaltigt haben.
Eine weitere Frau, die ihn 2014 über eine Dating-App kennengelernt hatte, gab an, er habe sie bei einem späteren Treffen in Manchester während des Geschlechtsverkehrs gewürgt.
Separate Anklage gegen Bruder von Andrew Tate
Gegen Tristan Tate liegt eine separate Anklage vor: Er soll eine Frau zwischen 2012 und 2013 wiederholt bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt, geschlagen und vergewaltigt sowie mit einem Gürtel ausgepeitscht haben.
Insgesamt drohen Andrew Tate nun sieben weitere Vergewaltigungsvorwürfe, drei Anklagepunkte wegen Beihilfe zu sexueller Ausbeutung, drei wegen Körperverletzung und 19 im Zusammenhang mit kinderpornografischem Material und extremer Pornografie.
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Tristan Tate wird zusätzlich sexuelle Nötigung, zweifache Vergewaltigung sowie dreifache Beihilfe zu sexueller Ausbeutung vorgeworfen. Die Brüder bestreiten sämtliche Vorwürfe. Die nächste Anhörung ist für den 27. Juli angesetzt.
Tate-Anwalt: Auslieferung politisch motiviert
Ihr Anwalt Joseph McBride bezeichnete die Auslieferung als politisch motiviert. «Wir widersetzen uns der Auslieferung natürlich, weil Andrew und Tristan unschuldig sind», sagte er nach der Anhörung.
Er brachte den Fall in Verbindung mit dem Rücktritt des ehemaligen britischen Premierministers Keir Starmer und einem kürzlichen Treffen der Brüder mit «Freunden in Washington».

Details nannte er nicht. Das US-Justizministerium widersprach McBrides Vorwurf, die Festnahme sei ohne Rückendeckung der Führung erfolgt: Sie sei von der Leitung der Strafabteilung genehmigt worden.
Taten sollen sich zwischen 2010 und 2017 ereignet haben
Die neuen Vorwürfe betreffen laut britischer Anklagebehörde vier weitere mutmassliche Opfer und stützen sich auf Beweismaterial der Polizei von Bedfordshire. Die Taten sollen sich zwischen 2010 und 2017 ereignet haben.
Bereits zuvor waren die Brüder wegen Vergewaltigung, Körperverletzung, Menschenhandel und Zuhälterei im Zusammenhang mit drei weiteren mutmasslichen Opfern in Grossbritannien zwischen 2012 und 2015 angeklagt worden.

Der Fall reiht sich damit in eine seit Jahren andauernde juristische Auseinandersetzung ein, die auch eine mittlerweile ins Stocken geratene Anklage in Rumänien umfasst.
















