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Frankreichs Aussenministerium bestellt chinesischen Botschafter ein

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Frankreich hat den chinesischen Botschafter in Paris einbestellt. Man wird ihm «inakzeptable» Äusserungen vor.

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Paris wirft Botschafter Lu Shaye «inakzeptable» Äusserungen vor - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Paris prangert «inakzeptable Äusserungen» an dem chinesischen Botschafter an.
  • Die Botschaft hat französischen Forschern eine «antichinesische» Haltung unterstellt.
  • Zudem wurden die Forscher als «kleine Ganoven» bezeichnet.

Das Aussenministerium wirft ihm «inakzeptable» Äusserungen vor, wie das Ministerium am Dienstag erklärte. Die chinesische Botschaft in Paris hatte einem französischen Forscher eine «antichinesische» Haltung unterstellt. Und ihn unter anderem als «kleinen Ganoven» bezeichnet. Zudem hatte der Botschafter den Angaben zufolge scharfe Kritik an französischen Parlamentariern geübt, die nach Taiwan reisen wollten.

«Beleidigung und Drohung»

Der chinesische Botschafter Lu Shaye war der Aufforderung zu einem klärenden Gespräch am Montag zunächst nicht gefolgt. Das französische Aussenministerium wirft ihm «Beleidigungen und Drohungen» vor. Hauptsächlich gegen den China-Experten Antoine Bondaz von der Stiftung für strategische Studien (FRS).

Bondaz hatte auf Twitter chinesischen Druck auf französische Parlamentarier beklagt, die nach Taiwan reisen wollten. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

Unmut über die Sanktionen

Frankreich wollte bei dem chinesischen Botschafter laut dem Ministerium auch seinen Unmut über die Sanktionen deutlich machen. Die Rede ist von den Sanktionen, die Peking gegen Wissenschaftler und Parlamentarier aus der EU verhängt hat. Dies geschah in Reaktion auf die Sanktionen westlicher Länder wegen des chinesischen Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren.

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