Donald Trump verortet Katar erneut falsch als Iran-Nachbar

Melsada Zec-Zejnic
Melsada Zec-Zejnic

Frankreich,

Donald Trump bezeichnet Katar am Persischen Golf fälschlicherweise als Nachbarland des Irans mit gemeinsamer Grenze. Die Aussage fiel am G7-Gipfel in Évian.

Donald Trump
Donald Trump sorgte mit Aussagen über Katar und Iran erneut für Verwirrung. (Archivbild) - keystone

US-Präsident Donald Trump hat Katar erneut fälschlicherweise als Iran-Nachbar bezeichnet. Trump begründete seine Aussage mit der Gefahr für Katar, berichtet «n-tv».

Er sagte zu Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani: «Sie können direkt über die Grenze gehen, also sind Sie in einer viel gefährlicheren Position.»

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Der Emir von Katar nahm an Beratungen über den Iran-Krieg teil. (Archivbild) - keystone

Laut «Spiegel» fügte Trump hinzu, man könne von Katar aus «buchstäblich» in den Iran laufen. Von «jedem anderen Ort» müsse man nach Iran fliegen, nur von Katar aus sei der Fussweg möglich.

Katar und Iran teilen keine gemeinsame Grenze

Katar hat jedoch keine gemeinsame Grenze mit dem Iran, schreibt «n-tv». Katar ist eine Halbinsel am Persischen Golf und grenzt ausschliesslich an Saudi-Arabien.

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Der Persische Golf, die Strasse von Hormus und der Golf von Oman. - keystone

Der übrige Teil des Landes ist von Wasser umgeben. Zwischen Katar und Iran liegen laut «Spiegel» an der schmalsten Stelle des Persischen Golfs rund 200 Kilometer.

Iran grenzt unter anderem an den Irak, die Türkei, Afghanistan und Pakistan. Iran und Katar teilen sich lediglich das Gewässer des Persischen Golf, so «n-tv».

Trump sorgte bereits mehrfach für geografische Verwirrung

Laut «Spiegel» handelt es sich dabei nicht um den ersten geografischen Fehltritt von Donald Trump. Der US-Präsident hatte Iran und Katar bereits zuvor fälschlicherweise eine gemeinsame Landgrenze zugeschrieben.

Sollte ein US-Präsident geografische Fakten genau kennen?

Die Aussage fiel laut «n-tv» am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian. Vertreter aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten nahmen dort an Beratungen über den Iran-Krieg teil.

Nach Angaben von «BR24» gehörten sowohl der Iran- als auch der Ukraine-Krieg zu den zentralen Themen des Gipfels. Frankreichs Präsident Macron lud unter anderem den Emir von Katar sowie Staatschefs aus Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten ein.

Donald Trump: «Wir brauchen nicht viel Hilfe»

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran bestimmte laut «Stern» den Auftakt des G7-Gipfels in Évian. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bot Donald Trump militärische Unterstützung zur Absicherung des Schiffsverkehrs an.

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Donald Trump erklärte, das Iran-Abkommen sei bereits digital unterzeichnet worden. (Archivbild) - keystone

Trump lehnte Macrons Angebot weitgehend ab und sagte: «Ich denke, wir brauchen nicht viel Hilfe». Nach Angaben des US-Präsidenten wurde das Abkommen bereits virtuell beziehungsweise digital von beiden Seiten unterzeichnet, so «BR24».

Kommentare

User #5866 (nicht angemeldet)

Kann trump gut schwimmen, dann trifft es für ihn doch zu. Übers Wasser laufen dürfte ihm auch mit 2x 70 PET-Flaschen an den Füssen eher schwer fallen.

User #4034 (nicht angemeldet)

Wen wundert das.

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