Donald Trump verortet Katar erneut falsch als Iran-Nachbar
Donald Trump bezeichnet Katar am Persischen Golf fälschlicherweise als Nachbarland des Irans mit gemeinsamer Grenze. Die Aussage fiel am G7-Gipfel in Évian.

US-Präsident Donald Trump hat Katar erneut fälschlicherweise als Iran-Nachbar bezeichnet. Trump begründete seine Aussage mit der Gefahr für Katar, berichtet «n-tv».
Er sagte zu Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani: «Sie können direkt über die Grenze gehen, also sind Sie in einer viel gefährlicheren Position.»

Laut «Spiegel» fügte Trump hinzu, man könne von Katar aus «buchstäblich» in den Iran laufen. Von «jedem anderen Ort» müsse man nach Iran fliegen, nur von Katar aus sei der Fussweg möglich.
Katar und Iran teilen keine gemeinsame Grenze
Katar hat jedoch keine gemeinsame Grenze mit dem Iran, schreibt «n-tv». Katar ist eine Halbinsel am Persischen Golf und grenzt ausschliesslich an Saudi-Arabien.

Der übrige Teil des Landes ist von Wasser umgeben. Zwischen Katar und Iran liegen laut «Spiegel» an der schmalsten Stelle des Persischen Golfs rund 200 Kilometer.
Iran grenzt unter anderem an den Irak, die Türkei, Afghanistan und Pakistan. Iran und Katar teilen sich lediglich das Gewässer des Persischen Golf, so «n-tv».
Trump sorgte bereits mehrfach für geografische Verwirrung
Laut «Spiegel» handelt es sich dabei nicht um den ersten geografischen Fehltritt von Donald Trump. Der US-Präsident hatte Iran und Katar bereits zuvor fälschlicherweise eine gemeinsame Landgrenze zugeschrieben.
Die Aussage fiel laut «n-tv» am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian. Vertreter aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten nahmen dort an Beratungen über den Iran-Krieg teil.
Nach Angaben von «BR24» gehörten sowohl der Iran- als auch der Ukraine-Krieg zu den zentralen Themen des Gipfels. Frankreichs Präsident Macron lud unter anderem den Emir von Katar sowie Staatschefs aus Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten ein.
Donald Trump: «Wir brauchen nicht viel Hilfe»
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran bestimmte laut «Stern» den Auftakt des G7-Gipfels in Évian. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bot Donald Trump militärische Unterstützung zur Absicherung des Schiffsverkehrs an.

Trump lehnte Macrons Angebot weitgehend ab und sagte: «Ich denke, wir brauchen nicht viel Hilfe». Nach Angaben des US-Präsidenten wurde das Abkommen bereits virtuell beziehungsweise digital von beiden Seiten unterzeichnet, so «BR24».
















