Bundesrat

Bundesrat startet Beratungen über bundeseinheitliche Notbremse in der Pandemie

AFP
AFP

Deutschland,

Der Bundesrat hat am Donnerstag mit seinen Beratungen über die bundeseinheitliche Notbremse in der Corona-Pandemie begonnen.

Plenum des Bundesrats
Plenum des Bundesrats - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Bouffier bekräftigt Bedenken der Länder.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bekräftigte zum Auftakt der Debatte seine Kritik: Er habe zum Teil «erhebliche Bedenken», sagte er. Der Bund habe leider die Chance nicht genutzt, die Erfahrungen der Länder nach einem Jahr Pandemiebekämpfung aufzugreifen.

Bouffier kritisierte insbesondere die im Gesetz geplante Ausgangssperre. In Hessen gebe es dies bereits auf Landesebene als «Ultima Ratio». Wenn alle anderen Massnahmen nicht ausreichten, komme eine solche Sperre in Frage. Nun werde sie aber bundesweit einheitlich vorgeschrieben. Eine Abwägung könne nicht mehr stattfinden.

Es wurde erwartet, dass die Neufassung des Infektionschutzgesetzes trotz der Bedenken die Länderkammer passieren wird. Denn es handelt sich um ein Einspruchsgesetz, zu dem die Länderkammer nicht aktiv zustimmen muss. Sie müsste mit Mehrheit den Vermittlungsausschuss anrufen, um das Gesetz aufzuhalten. Das war aber nicht zu erwarten.

Hat das Gesetz den Bundesrat passiert, wird es Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zugeleitet, der es ausfertigen muss. Es könnte dann bis kommende Woche in Kraft treten.

Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes sieht neben der Ausgangssperre bundeseinheitliche Regeln zu Kontaktbeschränkungen sowie der Schliessung von Geschäften und Schulen vor. Die meisten Massnahmen sollen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gelten, Schulen müssen ab einer Inzidenz von 165 schliessen.

Kommentare

Weiterlesen

Tierarzt Halter aggressiv
98 Interaktionen
Wegen Kosten
Wetter
254 Interaktionen
Erkältungswetter

MEHR IN POLITIK

Tel Aviv/Ramallah
153 Interaktionen
Abkommen
24 Interaktionen
Teheran
40 Interaktionen
Warschau

MEHR BUNDESRAT

Start-up-Unternehmen
5 Interaktionen
In Strafverfahren
Asyl
49 Interaktionen
Bern
Mann Handy Penis
10 Interaktionen
Bern
11 Interaktionen
Bern

MEHR AUS DEUTSCHLAND

-
1 Interaktionen
Nicht nur Frauensache
Friedrich Merz
197 Interaktionen
Leipzig (D)
afd
105 Interaktionen
Partei schockiert