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    SRG: Tessiner profitieren, aber stimmen für Halbierungsinitiative

    Sina Barnert
    Sina Barnert

    Lugano,

    Am 8. März wird über die Halbierungsinitiative abgestimmt. Im Tessin ist man klar dafür – obwohl die SRG im Kanton eine der grössten Arbeitgeberinnen ist.

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    Im Tessin ist die Halbierungsinitiative beliebt – obwohl der Kanton stark von den Gebühren für die SRG profitiert. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SRG-Initiative will die Serafe-Gebühren drastisch senken und die SRG zusammensparen.
    • Im Tessin findet die Initiative Anklang, obwohl man dort von der SRG profitiert.
    • In der Romandie fürchtet man bei Annahme der Initiative, aus den Medien zu verschwinden.

    In der Schweiz wird am 8. März an der Urne über die SRG-Initiative abgestimmt, die auch als Halbierungsinitiative bekannt ist.

    Die Initiative will, dass Privathaushalte künftig massiv weniger Serafe-Gebühren bezahlen müssen als bis anhin. Von heute 335 Franken sollen die Radio- und Fernsehabgaben auf 200 Franken sinken.

    Firmen sollen ganz von der Abgabe befreit werden, fordert das Initiativkomitee aus SVP und Jungfreisinnigen.

    Es moniert: «Die Schweizer Bevölkerung bezahlt heute die höchsten Radio- und Fernseh-Gebühren weltweit.» Zudem würden immer weniger Menschen Formate der SRG konsumieren.

    Tessiner wollen SRG zusammensparen – obwohl sie profitieren

    Besonders gut verfangen die Entlastungsversprechen und Argumente der Initiantinnen und Initianten offenbar im Tessin. Denn: Ein Viertel der Unterschriften für die Initiative wurde in der Sonnenstube der Schweiz gesammelt, schreibt SRF.

    Lega-Nationalrat Lorenzo Quadri prägt die Meinung stark mit. Er betitelt die SRG als «Geldverschleuderungsmaschine» und linkslastig.

    Das, obwohl die italienischsprachige Schweiz ganz besonders von den Serafe-Gebühren profitiert. Denn: Die Tessinerinnen und Tessiner zahlen nur rund vier Prozent an Gebühren ein. Aber sie bekommen für die RSI 20 Prozent wieder raus.

    Zudem ist die RSI – das italienische Programm der SRG – in der Region eine der grössten Arbeitgeberinnen.

    Romandie fürchtet um Präsenz in nationalen Medien

    Die Tessiner Grünen-Nationalrätin Greta Gysin warnt derweil vor der Annahme der Halbierungsinitiative.

    Sie findet, dass eine Senkung der Gebühren vor allem für Randregionen und Sprachminderheiten schwere Verluste bedeuten würde. Auch für das Tessin.

    Wie stimmst du bei der SRG-Initiative ab?

    Anders als im Tessin sieht die Lage in der Romandie aus. Eine Umfrage zeigt, dass dort 58 Prozent der Stimmberechtigten die Halbierungsinitiative ablehnen.

    Denn in der Sprachregion, in welcher viele Zeitungen und Zeitschriften verschwunden sind, fürchtet man sich vor den SRG-Sparmassnahmen.

    Und davor, als Randregion und Sprachminderheit in den nationalen Medien kaum mehr vorzukommen.

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    Kommentare

    User #6480 (nicht angemeldet)

    Die Tessiner wollen nicht Abzocker unterstuetzen?

    User #2412 (nicht angemeldet)

    Wo arbeiten sie dann? Die Tessiner!

    Weiterlesen

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