In der Schweiz sollen Menschen, die ein Kind adoptieren, künftig Anspruch auf zwei Wochen Ferien haben. Es gibt jedoch eine Bedingung.
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Der Ständerat macht den Weg frei für einen zweiwöchigen bezahlten Adoptionsurlaub. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Beide Kammern des Parlaments haben einem Adoptionsurlaub zugestimmt.
  • Damit sollen Eltern, die ein Kind unter vier Jahren adoptieren, zwei Wochen frei erhalten.
  • Die Vorlage war weitgehend unbestritten.

Personen, die ein weniger als vier Jahre altes Kind adoptieren, haben Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von zwei Wochen.

Nach dem Nationalrat hat am Dienstag auch der Ständerat eine entsprechende Vorlage gutgeheissen. Die kleine Kammer stimmte der Einführung eines Adoptionsurlaubs mit 37 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen zu. Die Vorlage ist damit bereit für die Schlussabstimmung.

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Ein junges Paar spaziert mit seinem Kind durch einen Park. (Symbolbild) - Pixabay

Verschiedene Kantone kennen einen Adoptionsurlaub bereits heute, dazu zählen Zürich, St. Gallen, Jura, Freiburg und Wallis. Eine nationale Lösung ins Rollen gebracht hatte der Tessiner Mitte-Nationalrat Marco Romano im Jahr 2013 mit einer parlamentarischen Initiative. Der Bundesrat war mit dem Projekt einverstanden.

Im Parlament war die Vorlage weitgehend unbestritten. Im Nationalrat versuchten die Linken indes, eine Verlängerung des Adoptionsurlaubs auf 14 Wochen zu erwirken, analog des Mutterschaftsurlaubs. Sämtliche Änderungs- und Ausbauwünsche wurden jedoch abgelehnt.

Entschädigung geht nur an eine Person

Die nun gutgeheissene Version sieht vor: Der Urlaub darf nur dann bezogen werden, wenn das Kind zum Zeitpunkt der Adoption noch nicht vier Jahre alt ist. Der maximal 14-tägige Adoptionsurlaub kann auch tageweise bezogen werden. Die Entschädigung wird nur an eine Person entrichtet. Sie kann nur während des ersten Jahres nach der Aufnahme des Kindes bezogen werden.

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Maya Graf an der Delegiertenversammlung der Grünen. Sie wurde im Kanton Basel-Landschaft in den Ständerat gewählt. - Keystone

Bei der beschlossenen Variante handle es sich um ein pragmatisches Projekt mit bescheidenem finanziellen Aufwand. Dies betonte Kommissionssprecherin Maya Graf (Grüne/BL) im Ständerat. Bisher seien die Rahmenbedingungen für Adoptionen in der Schweiz schlecht.

Auch Kinder nicht biologischer Abstammung und ihre Adoptiveltern benötigten Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen. Sie müssen zuerst eine Beziehung aufbauen. So lautete ein Hauptargument für die Einführung dieser Sozialversicherung.

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