Die Jungen Grünen Schweiz haben in Bern ihren Vorschlag zur Lösung der Klima- und Umweltkrise präsentiert.
«Weil wir nur eine Erde haben.» Die Jungen Grünen haben in Bern ihre Umweltinitiative vorgestellt.
«Weil wir nur eine Erde haben.» Die Jungen Grünen haben in Bern ihre Umweltinitiative vorgestellt. - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Jungen Grünen lancieren eine Volksinitiative zur Umweltverantwortung.
  • In der Verfassung soll verankert werden, dass die Umwelt neu an erster Stelle steht.
  • Die Natur solle den Rahmen für die Wirtschaft bilden.

Die Jungen Grünen verlangen mit einer Volksinitiative, dass die Umweltbelastung der Schweiz innerhalb von zehn Jahren so reduziert wird, dass die planetaren Grenzen eingehalten werden. Am Dienstag ist der Startschuss für die Unterschriftensammlung gefallen.

Die Umweltverantwortungsinitiative verlangt, dass in der Verfassung festgehalten wird, dass der Umweltschutz neu an erster Stelle steht.

Die Natur solle den Rahmen für die Wirtschaft bilden. Dieser Rahmen werde durch die planetaren Grenzen definiert. «Umweltschutz darf nicht länger ‹nice to have› bleiben und muss an erster Stelle kommen - vor ewigem exponentiellem Wachstum und vor Profitgier», sagte Julia Küng, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz, vor den Medien.

Ökologische Grenzen der Erde als Richtwert

Der Initiativtext setze deshalb in der Bundesverfassung bei Artikel 94 an, bei den Grundsätzen der Wirtschaftsordnung. Die Einhaltung der planetaren Grenzen sollen namentlich in den Bereichen Klimaerwärmung, Biodiversitätsverlust, Wasserverbrauch, Bodennutzung sowie Stickstoff- und Phosphoreintrag gelten, heisst es im Text.

Als planetare Grenzen gelten ökologische Grenzen der Erde, bei deren Überschreitung die Stabilität des Ökosystems und die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdet. Unterstützt wird die Initiative der Jungen Grünen auch von Parlamentarierinnen und Parlamentariern der Grünen Partei und der SP, von Greenpeace Schweiz und der Juso Schweiz.

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