FDP sagt Ja zur «Ehe für alle»
Die FDP hat die Ja-Parole zur «Ehe für alle» gefasst. Die Mehrheit der Delegierten sprach sich am Samstag dafür aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Die FDP hat die Ja-Parole zur «Ehe für alle» gefasst.
- Dies entschieden die Delegierten an der heutigen Versammlung.
Die FDP hat die Ja-Parole zur «Ehe für alle» gefasst. Die Mehrheit der Delegierten sprach sich am Samstag in Martigny VS für die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare aus.
«Beim Projekt der Ehe für alle geht es im Kern darum, dass der Staat alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt», sagte Bundesrätin Karin Keller-Sutter vor den Delegierten.
Es sei nicht die Aufgabe des Staates, die sexuelle Orientierung zu beurteilen. Auch der Neuenburger Nationalrat Damien Cottier argumentierte: Homosexualität sei keine Wahl und deshalb zwingend im Gesetz gleichzustellen.
Minderheit stimmt gegen Initiative
Eine Minderheit der FDP-Delegierten stimmte gegen die «Ehe für alle». Das Ehe sei das Instrument, um Kinder zu kriegen, sagte Nationalrat Jean-Luc Addor (VS). Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau sei nicht das gleiche wie eine Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen.
Die Schweizer Bevölkerung stimmt am 26. September über die «Ehe für alle» ab. Die Vorlage wurde vor sieben Jahren von der GLP angestossen und öffnet die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Mit ihr erhalten lesbische Paare Zugang zur Samenspende. Ein Komitee mit Vertreterinnen und Vertretern aus EDU und SVP ergriff dagegen das Referendum.










