Aline Trede

Aline Trede: Frau wollte ihr eine «Heugabel in den Ranzen stossen»

Sina Barnert
Sina Barnert

Bern,

Die Grüne Politikerin Aline Trede hat den Einzug in die Berner Kantonsregierung geschafft. Doch sie klagt über derbe Bedrohungen im Wahlkampf.

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Wurde wegen ihrer Parteizugehörigkeit im Wahlkampf bedroht: die mittlerweile gewählte Berner Regierungsrätin Aline Trede. - SRF «Rundschau»

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Kanton Bern ist politisch gespalten. Stadt und Land wählen sehr unterschiedlich.
  • Das bekamen im Wahlkampf vor den Kantonalwahlen auch die Politiker zu spüren.
  • Die Grüne Aline Trede wurde gar mit einer Heugabel bedroht.

Am Sonntag gingen im Kanton Bern die Grossrats- und Regierungsratswahlen über die Bühne.

Jeweils eine spannende Wahl, denn: Der Kanton Bern mit den linken Städten Bern und Biel und seinen ländlichen Regionen ist tief gespalten.

Zu spüren bekommen das auch Politikerinnen und Politiker, die auf Wahlkampftour sind. Insbesondere dann, wenn sie abseits ihrer Wählerbasen auf Stimmenfang gehen.

Trede wird im Wahlkampf bedroht, «weil ich grün bin»

Das kann mitunter auch unschön enden, wie die Grüne Aline Trede in der «Rundschau» von SRF berichtet. Auf dem Land passiere ihr so einiges, wenn sie Wahlkampf betreibe.

Wie findest du Drohungen im Wahlkampf?

«Es wollte mir schon einmal eine ihre Heugabel in den Ranzen stossen», erzählt sie. Und erklärt auf die Frage, warum das passiert sei: «Weil ich grün bin.»

«Wir haben so viele Gebiete und so viele Chancen im Kanton Bern»

Doch: Es gebe auch schöne Begegnungen im Wahlkampf, erklärt die grüne Politikerin gegenüber SRF.

Man diskutiere viel mit Menschen, die eine andere Meinung hätten. «Und dann findet man sich sogar irgendwo.»

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Es gebe im Wahlkampf aber auch immer wieder schöne Diskussionen, findet die grüne Politikerin. - SRF «Rundschau»

Denn: «Wir haben so viele Gebiete und so viele Chancen im Kanton Bern.» Diese müsse man vermehrt ausnützen, findet Trede.

«Ich finde ihn gerade auch recht ‹extrem›»

In Interlaken, wo die Grünen traditionsgemäss wenige Wählerstimmen sammeln können, trifft Trede vor der Kamera denn auch auf einen «Andersdenkenden».

Er fühlt sich von der grünen Politik bevormundet. «Sie kommen aus der Stadt und wollen der Landbevölkerung sagen, was sie zu tun haben.» Als Beispiel nennt er die Landwirtschaft.

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Hat Spass mit einem «andersdenkenden» Wähler: Aline Trede im Wahlkampf in Interlaken BE. - SRF «Rundschau»

Sein Vorwurf: Trede und ihre Politik seien ihm «zu extrem». Darauf angesprochen kontert die grüne Politikerin schmunzelnd: «Ich finde ihn gerade auch recht ‹extrem›.»

Der Wahlkampf im ganzen Kanton Bern hat sich für Aline Trede gelohnt. Ihr gelang es, den Grünen Sitz im Berner Regierungsrat zu verteidigen. Sie übernimmt die Direktion für Inneres und Justiz.

Kommentare

User #4970 (nicht angemeldet)

Ich verstehs!

User #5053 (nicht angemeldet)

War's der Ulmen mit der Heugabel?

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