Die Mitte zu EU-Verträgen: Bregy fordert Nachbesserungen

    Juli Rutsch
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    Bern,

    Die Mitte stützt das neue EU-Vertragspaket, verlangt aber innenpolitische Anpassungen bei Zuwanderung und Rechtsübernahme.

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    Philipp Matthias Bregys Mitte-Partei steht hinter den neuen EU-Verträgen, wenn auch mit Skepsis. - Keystone

    Die Mitte-Partei hat sich als letzte der grossen Schweizer Parteien zum EU-Vertragspaket geäussert und ihre grundsätzliche Zustimmung signalisiert. Parteipräsident Philipp Matthias Bregy bezeichnete die Verträge laut dem «SRF» als akzeptabel.

    Die Mitte sei allerdings nicht euphorisiert vom Vertragswerk, regelbasierte Beziehungen zur EU seien jedoch wichtig. Bregy knüpft die Zustimmung seiner Partei an deutliche Bedingungen für die innenpolitische Umsetzung.

    Findest du auch, es sollte Nachbesserungen an den EU-Verträgen geben?

    Besonders bei der Steuerung der Zuwanderung sieht er Handlungsbedarf, wie das «SRF» berichtet. Die im Vertragspaket vorgesehene Schutzklausel sei zwar eine Verbesserung gegenüber der aktuellen Regelung, aber lediglich eine Minimallösung.

    Monitoring und parlamentarische Präsenz gefordert

    Zur Stärkung der Schweizer Position fordert die Mitte laut dem «SRF» eine ständige Schweizer Vertretung am EU-Sitz in Brüssel. Zudem müsse die Schweiz stets miteinbezogen werden, sobald die EU eine rechtliche Änderung in Angriff nehme, die die Schweiz betreffe.

    Die Schweiz solle zudem selbstbewusster auftreten und Spielräume bei der Umsetzung europäischen Rechts konsequent ausnutzen, betont Bregy. Ein öffentlich zugängliches Monitoring aller EU-Geschäfte, welche die Abkommen betreffen, sei unerlässlich.

    Mitte zu EU-Verträgen: Gegenvorschlag zur SVP-Initiative angestrebt

    Weil die Mitte die 10-Millionen-Initiative der SVP als potenziell mehrheitsfähig erachtet, setzt sie sich für einen Gegenvorschlag ein, berichtet «Swissinfo». Dieser müsse die Personenfreizügigkeit respektieren, wie aus den Medienberichten hervorgeht.

    Es wäre ein grosser politischer Fehler, die Stimmung in der Bevölkerung nicht ernst zu nehmen.

    Parteienlandschaft nimmt Form an

    Mit der Stellungnahme der Mitte zeichnet sich das politische Bild zur EU-Frage ab: FDP, Mitte und SP befürworten die Verträge grundsätzlich, berichtet «bluewin». Die SVP stellt sich dagegen und steht damit unter den massgeblichen Parteien isoliert da.

    Die Vernehmlassungsantworten fliessen nun in die Botschaft des Bundesrats ans Parlament ein. Dieses dürfte seinen Gestaltungsspielraum bei der innenpolitischen Umsetzung maximal ausschöpfen.

    Kommentare

    User #6249 (nicht angemeldet)

    Schaut und hört Euch in den EUROPÄISCHEN LÄNDERN rum, aber auch die Details!Die Befürworter erzähle dies, -die Gegner das. Was stimmt eigentlich?Ohne STÄNDEMEHRund OBLIGATORISCH ERKLÄREN -relativ einfach, schämtEuch wenigstens staatspolitisch!

    User #1422 (nicht angemeldet)

    100 geteilt durch 7 macht 14.28 Prozent. Die Zauberformel hat ausgedient. Wenn man wirklich Demokratie leben will dann sollten die Minderheitsparteien miteinander auch Anrecht auf einen Bundesratssitz bekommen dann erübrigen sich diese Diskussionen. Die FDP müsste den 2. Sitz folglich zu Gunsten Grüne und GLP im Wechsel räumen

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