Coronavirus: Treffen Politiker bei Demo auf hunderte Skeptiker?

    Nick Mäder
    Nick Mäder

    Bern,

    Am letzten Tag der Herbstsession könnten Politiker auf hunderte Massnahmen-Gegner des Coronavirus treffen. Was meinen die Parlamentarier dazu?

    00:00 / 00:00

    Im Parlament macht man sich keine grosse Sorgen über mögliche Auseinandersetzungen mit den Demonstranten. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Für kommenden Donnerstagabend ist die nächste Corona-Demo in Bern angekündigt.
    • Zeitgleich werden die Parlamentarier das Bundeshaus verlassen.
    • Die Politiker glauben aber nicht, dass es zu Auseinandersetzungen kommen wird.

    Bald wird es im Parlament wieder etwas ruhiger: Am Donnerstag geht nämlich der letzte volle Tag der Herbstsession über die Bühne.

    Noch sind aber nicht alle offenen Geschäfte des National- und Ständerats behandelt worden. Ehe die Parlamentarier in die «Herbstferien» gehen, wird unter anderem über die Zahlung der Kohäsionsmilliarde an EU-Staaten beraten.

    Parlament
    In der letzten Woche der Herbstsession wird noch über die Kohäsionsmilliarde beraten. - keystone

    Eigentlich wäre dies erst während der Wintersession zur Debatte gestanden. Jedoch hat der Rat im letzten Moment einem entsprechenden Ordnungsantrag von FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen zugestimmt.

    Coronavirus: Treffen Politiker auf hunderte Massnahmen-Gegner?

    Somit verzögert sich das Ende der Herbstsession um einige Stunden, sodass die Politiker das Bundeshaus erst am Donnerstagabend verlassen werden.

    Was halten Sie von den Skeptiker-Demos?

    Zeitgleich ist von den Massnahmen-Gegnern des Coronavirus eine weitere Demonstration angekündigt. Treffpunkt ist der Bahnhofplatz, der nur wenige hundert Meter vom Bundeshaus entfernt ist.

    Womöglich wird die Berner Polizei erneut versuchen, den Weg in Richtung Innenstadt und Bundesplatz zu verhindern. Trotzdem droht die Gefahr, dass 200 Parlamentarier des Nationalrats auf hunderte Corona-Skeptiker treffen werden.

    Parlamentarier sehen keinen Schutzbedarf

    Deshalb hofft Wasserfallen, der den Ordnungsantrag überhaupt ins Rollen gebracht hat, dass die angekündigte Demo nicht stattfinden wird: «Ich rufe alle dazu auf, nicht nach Bern zu kommen und hoffe, dass sich Szenen der letzten Wochen nicht wiederholen.»

    00:00 / 00:00

    Das ganze Video-Interview mit FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen. - Nau.ch

    Die Durchführung der unbewilligten Kundgebungen sei schlicht nicht mehr tolerierbar, sagt der Berner Politiker im Video-Interview mit Nau.ch. «Oberste Priorität hat die Sicherheit der Bürger und dass der Parlamentsbetrieb gewährleistet werden kann.»

    Auch für Grünen-Nationalrätin Regula Rytz seien die wöchentlichen Demos eine bedauerliche Entwicklung. Sie gehe aber nicht davon aus, dass es zu Auseinandersetzungen zwischen Politikern und Skeptikern kommen wird.

    00:00 / 00:00

    Das ganze Video-Interview mit Grünen-Nationalrätin Regula Rytz. - Nau.ch

    «Ich glaube, dass gar nicht so heiss gegessen wie gekocht wird. Die Polizei wird es schaffen, dass wir sicher aus dem Parlamentsgebäude kommen», ist Rytz überzeugt. Zudem sei es der Schlussabend der Herbstsession, wo viele zusammen Essen gehen. «Das sollte doch ohne weitere Probleme möglich sein», sagt die Bernerin.

    Ähnlich sieht es der Berner SVP-Nationalrat Erich Hess. Er sagt, alle Demos müssten gleich behandelt werden. Weil die linke Stadtregierung linke Aktionen stets toleriert habe, sieht er auch kein Problem, so lange die Skeptiker friedlich bleiben.

    Erich Hess
    SVP-Nationalrat Erich Hess telefoniert vor dem Eingang zum Nationalratssaal. (Archivbil) - Keystone

    Aber: Auch er findet, dass zumindest der Bundesplatz frei bleiben müsse. Müssten die Politiker das Bundeshaus durch einen Hinteringang verlassen, wäre das «unter der Würde des Parlaments.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    Coronavirus
    515 Interaktionen
    «20 Prozent weniger»
    coronavirus
    1'008 Interaktionen
    Illegale Corona-Demo
    Peach Weber
    313 Interaktionen
    «Hohlköpfe-Zählung»

    MEHR CORONAVIRUS

    Sportler
    40 Interaktionen
    Xhaka-Hammer
    Impfung Covid
    50 Interaktionen
    Covid-19
    Luftfahrt
    9 Interaktionen
    Passagierzahlen
    Long Covid
    4 Interaktionen
    Obwalden

    MEHR AUS STADT BERN

    SC Bern
    Zoff mit Behörden
    ff
    212 Interaktionen
    Nach Genfer Ja
    Berner Oberland
    Berner Oberland
    YB
    Kopfball-Tor