Rechtsschutz: Darf es am Arbeitsplatz keine Toiletten geben?

Emilia Rechtsschutz
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Zürich,

Toilettengänge während der Arbeitszeit sind selbstverständlich. Doch was, wenn keine Toiletten vorhanden sind? Anwältin Alina Murano klärt auf.

Eine Toilette steht in einem Badezimmer.
Eine Toilette steht in einem Badezimmer. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Schweizer Arbeitgeber müssen im Büro Toiletten bereitstellen.
  • Sie dürfen ihren Mitarbeitenden daher nicht nur öffentliche WCs zur Verfügung stellen.
  • Wer diese Vorschriften nicht einhält, muss mit Sanktionen und Bussgeldern rechnen.

Ein Nau.ch-Leser stellte uns die Frage, ob der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, Toiletten am Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Er berichtet, dass es in seinem Betrieb keine sanitären Anlagen gibt und er stattdessen auf öffentliche, oftmals unhygienische Toiletten aufsuchen muss.

Doch ist das rechtlich zulässig? Wir haben bei unserer Rechtsexpertin von Emilia Rechtsschutz nachgefragt.

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Alina Murano von Emilia Rechtsschutz erklärt, ob Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden ein Toilette zur Verfügung stellen müssen. - zVg

Gemäss dem Schweizer Arbeitsgesetz sind Arbeitgeber verpflichtet, für angemessene und hygienische Arbeitsbedingungen zu sorgen. Dazu gehört auch die Bereitstellung von Toiletten für die Mitarbeitenden. Fehlen diese, handelt es sich um eine klare Verletzung der gesetzlichen Pflichten des Arbeitgebers.

Hygiene am Arbeitsplatz ist Pflicht

Die Gesetzgebung schreibt vor, dass für die Arbeitnehmer genügend Sanitärinstallationen bereitgestellt werden müssen, um die Grundbedürfnisse während der Arbeitszeit zu decken. Die Nutzung öffentlicher Toiletten, insbesondere wenn diese in einem schlechten Zustand sind, erfüllt diese Anforderung nicht.

Haben Sie private Toiletten in Ihrem Büro?

Neben der Bereitstellung von Toiletten spielt auch die allgemeine Hygiene am Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle. Das Schweizer Arbeitsgesetz und die Verordnung zum Arbeitsgesetz legen klare Standards fest.

Arbeitgeber sind verpflichtet, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht gefährdet wird. Dies umfasst nicht nur saubere Toiletten, sondern auch regelmässige Reinigung und Wartung der gesamten sanitären Anlagen.

Verstösse können Sanktionen und Bussgelder nach sich ziehen

Das Gesetz verpflichtet den Arbeitgeber zudem, für genügend Belüftung, Beleuchtung und Platz zu sorgen, um eine gesunde Arbeitsumgebung sicherzustellen. Insbesondere in Branchen wie der Gastronomie oder im Gesundheitswesen, wo Hygiene von entscheidender Bedeutung ist, werden strenge Vorschriften und Kontrollen durch die zuständigen Behörden durchgeführt.

Hygiene
Arbeitgeber können für mangelnde Hygiene im Büro gerügt werden. - Depositphotos

Verstösse gegen diese Vorschriften können für den Arbeitgeber schwerwiegende Folgen haben, darunter Sanktionen und Bussgelder. Arbeitnehmer haben in solchen Fällen das Recht, sich an Arbeitsinspektorate oder das kantonale Gesundheitsamt zu wenden, um Missstände zu melden.

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Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Emilia Rechtsschutz.

Kommentare

User #1389 (nicht angemeldet)

Ist dies eine Werbebotschaft für eine bestimmte Rechtsschutzversicherung?

User #1186 (nicht angemeldet)

Jeder Bürotisch hat einen Hafen unter dem Tisch wird jeden Monat vom Chef*erinn geleert

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