Wegen dem jahrzehntelangen Sklavenhandel in Jamaika fordert die dortige Kulturministerin eine Entschädigung. Queen Elizabeth soll blechen – die Petition läuft.
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Ob die Milliarden-Petition durchkommen wird? Dann müsste die Queen mächtig zahlen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Queen Elizabeth ist auch die Königin von Jamaika.
  • Die dortige Kulturministerin fordert nun eine Milliarden-Entschädigung.
  • Grund: Der jahrzehntelang geduldete Sklavenhandel.

Da müsste die Queen (95) aber mächtig in die Taschen greifen!

Über Jahrzehnte hinweg erlaubte die britische Regierung in Jamaika die Sklaverei. Erst im Jahr 1807 wurde der Sklavenhandel abgeschafft, 1838 dann verboten. Die Kulturministerin des Inselstaats findet deshalb: Es ist an der Zeit für eine Entschädigung.

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Queen Elisabeth während einer Veranstaltung auf einem Stuhl. (Archivbild)
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Ob Queen Elizabeth schon von ihrem Statuen-Sturz weiss?
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Queen Elizabeth in ihrer Kutsche.

Sie freue sich, einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer wiedergutmachenden Gerechtigkeit gemacht zu haben, so Olivia «Babsy» Grange. Das Geld soll ihr zufolge den Nachkommen des transatlantischen Sklavenhandels zugutekommen.

Queen Elizabeth ist Königin von Jamaika

Doch wer soll das eigentlich bezahlen? Queen Elizabeth! Zumindest teilweise.

Denn schliesslich ist die Monarchin die Königin von Grossbritannien – Commonwealth mit eingeschlossen. Und dazu gehört auch Jamaika.

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Die Queen an ihrer Weihnachtsansprache 2019.
prinz philip queen Andrew
Die Queen und ihr Prinz Philipp.
elisabeth II.
Die britische Queen Elizabeth II.

«Die Petition soll der britischen Königin und der Regierung des Vereinigten Königsreichs übergeben werden», so Grange.

Möchten Sie die Queen einmal persönlich treffen?

Ob die Petition tatsächlich durchkommt, wird sich erst noch zeigen. Derzeit prüft die Kammer des Generalstaatsanwalts das Anliegen, berichtet «Express».

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