Meghan habe über Selbstmord nachgedacht. Sie habe es nicht durchgezogen, weil sie nicht wollte, dass ihr Mann eine weitere Frau verliert, so der Prinz Harry.
Prinz Harry
Prinz Harry hat bereits seine Mutter verloren. Einen weiteren schweren Verlust wollte Meghan Markle verhindern. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Meghan Markle sei selbstmordgefährdet gewesen, sagte Prinz Harry.
  • Doch wegen des Systems mussten sie gleich nach dem Geständnis in die Kameras lächeln.
  • Weil sie nicht wollte, dass Harry eine weitere Frau verliert, beging Meghan keinen Suizid.

Fehlende Unterstützung, Isolation und Attacken von der Presse. Meghan Markles (39) Leben im Palast war sicherlich kein einfaches. Was folgten, waren Depressionen.

Wie Prinz Harry (36) kürzlich in einem weiteren Interview bei Oprah Winfrey (67) sagte, habe die ehemalige Schauspielerin über Selbstmord nachgedacht.

Prinz Harry Meghan Markle
Meghan Markle und Prinz Harry wirkten bei öffentlichen Auftritten manchmal etwas unglücklich. - dpa

In einer Nacht im Januar 2019, als Meghan mit Archie (2) schwanger war, habe sie ihm von den Selbstmordgedanken erzählt. Der Grund, weshalb sie es nicht durchgezogen habe, sei er gewesen, sagte Harry. Sie habe nicht gewollt, dass er nach seiner Mutter noch eine Frau verliere.

Prinz Harry: Meghan war «absolut klar im Kopf»

«Das Angsteinflössendste war die Klarheit ihrer Gedanken», sagte Prinz Harry. Sie sei weder auf Drogen noch alkoholisiert gewesen. «Sie war absolut klar im Kopf», so der Herzog von Sussex.

Meghan Markle Prinz Harry
Prinz Harry und seine Meghan Markle posierten im Frogmore Cottage für ihre offiziellen Verlobungsbilder. - Instagram/ @kensingtonroyal

Harry sei überfordert gewesen, wusste nicht, wie mit dem Geständnis umzugehen. «Ich schäme mich darüber, wie ich darauf reagiert habe», sagte er.

Wegen des Systems konnte Prinz Harry eh nicht viel machen. Kurz darauf hätten sie sich bereit machen und zu einem Event gehen müssen. In die Kameras lächeln. So tun, als sei alles gut.

Prinz Harry
Meghan erhielt von der Königsfamilie nicht genügend Unterstützung, klagt Prinz Harry an. - dpa

Da habe er realisiert, dass sie so nicht weitermachen können. Er habe sich gefangen gefühlt im Palast. Seine Familie habe sich geweigert, Meghan zu helfen, als sie selbstmordgefährdet war.

Erinnerungen an die Mutter

Die Situation habe ihn an jene seiner Mutter erinnert. Sie sei verletzlich gewesen, der Öffentlichkeit ausgesetzt, ohne Unterstützung. «Das Gefühl, das ich hatte, war Hilflosigkeit», so Harry. «Jeden Tag – bis zum Tag, als sie starb.»

Prinzessin Diana
Die britische Presse zeigte gegenüber Prinzessin Diana keine Gnade. - Keystone

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