Jeffrey Epstein: Mädchen vergraben? Beamte durchsuchen Ranch
Auf der früheren Ranch von Jeffrey Epstein läuft eine gross angelegte Polizeisuche. Ermittler hoffen, Hinweise auf zwei mutmasslich getötete Mädchen zu finden.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Polizei durchsucht Epsteins Ranch nach zwei mutmasslichen Opfern.
- Neue Zeugenaussagen werfen schwere Missbrauchs-Vorwürfe auf.
- Eine Wahrheitskommission soll Epsteins Aktivitäten in New Mexico klären.
Auf dem abgelegenen Ex-Anwesen von Jeffrey Epstein (†66) im US-Bundesstaat New Mexico haben Ermittler eine umfangreiche Suchaktion gestartet. Beamte durchkämmen seit Montag das rund 7500 Acre grosse Gelände der sogenannten Zorro Ranch nahe der Ortschaft Stanley.
Nach Angaben der Behörden geht es dabei um Hinweise auf zwei junge Frauen, die dort möglicherweise ums Leben gekommen sind. Gerüchte über solche Todesfälle kursieren seit Jahren rund um das Anwesen – bislang konnten die Opfer jedoch nie identifiziert werden.
An der Suche beteiligen sich Ermittler des Justizministeriums von New Mexico, Staatspolizisten sowie das Büro des lokalen Sheriffs. Sie untersuchen das gesamte Gelände sowie angrenzendes öffentliches Land. Ziel ist es, mögliche Überreste zu finden und die Identität der mutmasslichen Opfer zu klären.
Parallel dazu wurde von Abgeordneten eine sogenannte Wahrheitskommission eingesetzt. Sie soll klären, was sich auf der Ranch über Jahre hinweg abgespielt haben könnte. Die demokratische Abgeordnete Andrea Romero erklärte gegenüber «Daily Mail», es gebe seit langem zahlreiche Vorwürfe und Gerüchte über Epsteins Aktivitäten in New Mexico. Bisher hätten frühere Bundesermittlungen jedoch kein vollständiges Bild ergeben.

Was hat sich auf der Epstein-Ranch abgespielt?
Die Ranch galt schon früher als einer der Orte, an denen Epstein mutmasslich sexuellen Missbrauch und Menschenhandel organisiert haben soll. Neue Zeugenaussagen werfen nun weitere schwere Vorwürfe auf. Mehrere Personen berichten laut Behörden, sie seien dort betäubt worden und hätten medizinische Eingriffe erlebt, denen sie nie zugestimmt hätten.
Diese Aussagen knüpfen an frühere Berichte an, wonach Epstein von der Idee besessen gewesen sein soll, genetisch «überlegene» Nachkommen zu schaffen. Demnach habe er angeblich geplant, Frauen auf seinem abgelegenen Anwesen zu schwängern, um eine eigene Blutlinie aufzubauen.

Belege dafür, dass solche Pläne tatsächlich umgesetzt wurden, gibt es bislang nicht. Dennoch hat die jüngste Welle an Hinweisen die Behörden dazu veranlasst, die Vorgänge rund um die Ranch erneut umfassend zu untersuchen.
Jeffrey Epstein kaufte die Zorro-Ranch im Jahr 1993
Die Liegenschaft war 1993 vom damaligen Gouverneur von New Mexico verkauft worden. Nach Epsteins Tod im Jahr 2019 in einer Gefängniszelle in New York City stand das Anwesen für mehr als 20 Millionen Dollar zum Verkauf. Heute gehört es der Familie eines texanischen Immobilienunternehmers, die den Behörden Zugang für die aktuelle Suche gewährt hat.













