Neue Mails zeigen: Fergie besuchte Epstein zweimal während Haft
Während seiner Haftzeit stattete Sarah Ferguson Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zweimal einen Besuch ab. Dies zeigen neu aufgetauchte Mail-Korrespondenzen.

Das Wichtigste in Kürze
- Sarah Ferguson besuchte Jeffrey Epstein Berichten zufolge gleich zweimal während seiner Haftzeit.
- Neu enthüllte Mails zeigen, wie es zu den Treffen mit dem damals bereits verurteilten Sexualstraftäter gekommen war.
- Die Ex-Frau von Ex-Prinz Andrew bezeichnete Epstein unter anderem als «wunderbaren Freund».
Die Vorwürfe rund um Sarah Ferguson (66) und den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) nehmen immer grösseren Ausmasse an.
Neue Enthüllungen legen nahe, dass die Ex-Frau von Andrew Mountbatten-Windsor den US-Finanzier gleich zweimal besuchte, während dieser bereits eine Haftstrafe verbüsste. Darüber berichtet nun die britische Zeitung «The Telegraph».
Zwischenstopp bei Epstein
Die Treffen sollen nicht hinter Gefängnismauern stattgefunden haben, sondern in einem Büro in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida. Möglich war dies, weil Epstein trotz seiner Verurteilung tagsüber das Gefängnis verlassen durfte.
Nach seinem Schuldeingeständnis wegen der Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution war Epstein im Juni 2008 zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Seine Strafe durfte er aufgrund eines umstrittenen Deals mit den Behörden jedoch grösstenteils ausserhalb der Gefängnismauern verbringen. Letztlich sass er nur 13 Monate ab.
Dem Bericht zufolge fand das erste Treffen rund neun Monate nach Beginn seiner Haft statt. Sarah Ferguson soll Epstein zuvor am 4. April 2009 per E-Mail gefragt haben, ob sie während eines Zwischenstopps in Florida auf eine «schnelle Tasse Tee» vorbeikommen könne.
Anlass sei gewesen, Unterlagen ihrer Wohltätigkeitsorganisation «Mother's Army» persönlich zu übergeben. Das Ende ihrer Textnachricht besiegelte sie offenbar mit den Worten: «Alles Liebe, Sarah, die Rothaarige! »
«Bist ein wunderbarer Freund»
Auch zu einem zweiten Treffen soll es im Mai 2009 gekommen sein. Laut «The Telegraph» wurde Ferguson damals von Epsteins Fahrer direkt am Flughafen abgeholt und auf ihren Wunsch in dessen Büro gebracht.

Während eines der Besuche soll ausserdem darüber gesprochen worden sein, welche Möglichkeiten Ferguson habe, Geld zu verdienen. Berichten zufolge plante sie sogar eine weitere Reise zu Epstein, sagte diese jedoch kurzfristig wieder ab.
Für besonderes Aufsehen sorgen auch die veröffentlichten E-Mails zwischen den beiden. Darin bezeichnete Ferguson Epstein unter anderem als ihren «lieben, grossartigen und besonderen Freund Jeffrey».
Ausserdem umgarnte sie den Sexualstraftäter mit den Worten: «Du bist eine Legende, und ich bin so stolz auf dich ... dass du so ein wunderbarer Freund bist.»
Fergie steckt tief im Epstein-Sumpf
Die freundschaftlich wirkenden Nachrichten sorgen insbesondere deshalb für Kritik, weil bereits damals schwerwiegende Vorwürfe gegen Epstein bekannt waren. Schon vor seiner Verurteilung gab es Hinweise darauf, dass er über Jahre hinweg minderjährige Mädchen angeworben und für sexuelle Handlungen bezahlt haben soll.

Die nun bekannt gewordenen E-Mails gehören zu einer umfangreichen Sammlung von Korrespondenzen zwischen Epstein und Sarah Ferguson, die in den vergangenen Monaten öffentlich wurden.
Sie stammen aus Akten, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den US-Finanzier veröffentlicht wurden. Jeffrey Epstein starb 2019 im Alter von 66 Jahren durch Suizid, während er auf seinen Prozess wegen bundesstaatlicher Vorwürfe des Sexhandels wartete.




















