Trotz Eskalation: USA erwarten weitere Gespräche mit Iran

Simon Binz
Simon Binz, Keystone-SDA

USA,

Trotz neuer US-Angriffe auf den Iran und iranischer Vergeltungsschläge gegen Bahrain und Kuwait gehen die USA weiterhin von Gesprächen mit Teheran aus.

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Hat Donald Trump einen Plan für den Nahen Osten? - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA griffen erneut iranische Luftabwehr- und Drohnenstellungen an.
  • Trotzdem gehen die USA weiterhin von Gesprächen mit dem Iran aus.
  • Technische Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens liegen demnach für die kommenden Tage im Plan.

In den vergangenen Tagen hatte es Angriffe der Vereinigten Staaten auf Ziele im Iran nach Attacken in der Strasse von Hormus gegeben, die Washington Teheran zugeschrieben hatte. Damit droht der Konflikt knapp zwei Wochen nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens wieder zu eskalieren.

Alle Entwicklungen im Newsticker:

USA rechnen weiter mit Iran-Gesprächen

Trotz mehrerer Angriffe während der eigentlich geltenden Waffenruhe gehen die USA von weiteren Gesprächen mit dem Iran in den kommenden Tagen aus. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: «Es wurde nichts abgesagt.»

Technische Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens liegen demnach für die kommenden Tage im Plan. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig. Ein Ort für mögliche Gespräche wurde nicht genannt.

Israel hat USA vor Angriff im Südlibanon informiert

Vor dem Angriff Israels auf den massiven Tunnel der Hisbollah im Südlibanon wurde die USA über die Zerstörungsaktion informiert. Das ist der Mitteilung von Netanjah und Katz zu entnehmen.

22.30

Israel: Haben massiven Tunnel der Hisbollah im Südlibanon zerstört

Die israelische Armee hat nach offiziellen Angaben im Südlibanon einen weitreichenden unterirdischen Tunnel zerstört. Es handele sich um «Terrorinfrastruktur» der libanesischen Hisbollah-Miliz im Gebiet der Ortes Madschdal Sun, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz.

In der Mitteilung war von einem mehr als 200 Meter langen und über 25 Meter tiefen Tunnel die Rede. Dort sollen Hunderte Waffen gelagert gewesen sein. Ausserdem hätten sich dort mehrere Abschussschächte für Angriffe auf Israel befunden. Der Tunnel war nach Militärangaben rund zehn Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.

Kommentare

User #2626 (nicht angemeldet)

Nur zur Erinnerung: Obama unterzeichnete 2015 ein Abkommen mit dem Iran, um lähmende Wirtschaftssanktionen aufzuheben, im Austausch dafür, dass der Iran sein Atomwaffenprogramm aufgibt. Wir hatten einen Deal. Es war erledigt. Trump hat diesen Deal 2018 einseitig und ohne ersichtlichen Grund aufgekündigt.

User #3020 (nicht angemeldet)

Auch die SVP kann nur wursteln wie Trömpp.

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