Trotz Eskalation: USA erwarten weitere Gespräche mit Iran
Trotz neuer US-Angriffe auf den Iran und iranischer Vergeltungsschläge gegen Bahrain und Kuwait gehen die USA weiterhin von Gesprächen mit Teheran aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA griffen erneut iranische Luftabwehr- und Drohnenstellungen an.
- Trotzdem gehen die USA weiterhin von Gesprächen mit dem Iran aus.
- Technische Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens liegen demnach für die kommenden Tage im Plan.
In den vergangenen Tagen hatte es Angriffe der Vereinigten Staaten auf Ziele im Iran nach Attacken in der Strasse von Hormus gegeben, die Washington Teheran zugeschrieben hatte. Damit droht der Konflikt knapp zwei Wochen nach Unterzeichnung eines Rahmenabkommens wieder zu eskalieren.
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Nach der erneuten militärischen Eskalation am Persischen Golf hat der Iran einen weiteren Verhandlungstermin mit den USA im Unklaren gelassen.
Eine Gesprächsrunde werde stattfinden, «sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde», sagte Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna.
«Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen ist für diese Woche nicht geplant.» Konsultationen würden über Vermittler jedoch fortgesetzt, sagte Gharibabadi.

Am Sonntag hatten Washington und Teheran US-Angaben zufolge beschlossen, ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Strasse von Hormus vorerst einzustellen und weiter zu verhandeln. «Beide Seiten werden vorerst von weiteren Massnahmen absehen», erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington.
Am Montagnachmittag erklärte US-Präsident Donald Trump dann, dass ein Treffen an diesem Dienstag in Katars Hauptstadt Doha geplant sei. «Der Iran hat um ein Treffen gebeten», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Weitere Angaben etwa zum Ziel der Gespräche machte Trump nicht. Beobachtern zufolge könnte es sich bei den Äusserungen iranischer Regierungsvertreter auch um eine Verhandlungstaktik handeln.
Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi ist für Gespräche über die Strasse von Hormus in den Oman geflogen.

Dort traf er bei einer ersten Sitzung eines neu gegründeten Komitees den hochrangigen omanischen Diplomaten Abdulasis Al Hinai, wie Gharibabadi auf X schrieb.
Es sei um aktuelle Fragen rund um die Meerenge sowie um die künftige Verwaltung der Strasse von Hormus und Hoheitsrechte beider Küstenstaaten gegangen. Konkretere Details wurden zunächst nicht bekannt.
Israels Armee hat in Syrien nach dortigen Angaben Ziele in der südlichen Provinz Daraa angegriffen.
Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, Israels Armee sei mit mehreren Militärfahrzeugen in den Ort Abdin eingefahren. Anwohner hätten Strassen blockiert und Steine geworfen.
Die Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichteten, nach der Konfrontation habe Israel das Gebiet mit Artillerie und Maschinengewehren beschossen, woraufhin mehrere Familien geflohen seien.

Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, sie habe am Samstag «mehrere bewaffnete Terroristen» im südlichen Syrien getötet. Die Armee werde dort weiter im Einsatz bleiben, um jegliche Bedrohung für israelische Zivilisten und israelische Soldaten zu beseitigen. Zu den Vorfällen in Abdin am Sonntagabend äusserte sich die Armee zunächst nicht.
Ein Anwohner sagte der Nachrichtenagentur dpa am Montag, israelische Soldaten hätten einen Kontrollpunkt am Ortseingang von Abdin errichtet und Anwohner teils durchsucht. Er bestätigte, dass die Anwohner daraufhin die Strasse blockiert und Steine geworfen hätten.
Die Soldaten seien am späten Abend abgezogen, dann sei der Ort angegriffen worden. Einige Familien seien in Panik geflohen. Inzwischen habe sich die Lage wieder beruhigt.
Die USA und der Iran wollen ihre gegenseitigen Angriffe im Streit um die Strasse von Hormus US-Angaben zufolge vorerst einstellen und weiter verhandeln. «Beide Seiten werden vorerst von weiteren Massnahmen absehen», erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus informierten Kreisen in Washington.
Schiffe könnten frei verkehren, während die technischen Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens fortgesetzt werden sollen. Sie seien für die kommenden Tage geplant, sagte ein ranghoher Beamter. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig.

Trotz mehrerer Angriffe während der eigentlich geltenden Waffenruhe gehen die USA von weiteren Gesprächen mit dem Iran in den kommenden Tagen aus. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: «Es wurde nichts abgesagt.»
Technische Gespräche zur Umsetzung des Rahmenabkommens liegen demnach für die kommenden Tage im Plan. Zudem seien die Kanäle zur Konfliktvermeidung eingerichtet und funktionsfähig. Ein Ort für mögliche Gespräche wurde nicht genannt.
Israel: Haben massiven Tunnel der Hisbollah im Südlibanon zerstört
Die israelische Armee hat nach offiziellen Angaben im Südlibanon einen weitreichenden unterirdischen Tunnel zerstört. Es handele sich um «Terrorinfrastruktur» der libanesischen Hisbollah-Miliz im Gebiet der Ortes Madschdal Sun, hiess es in einer gemeinsamen Mitteilung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz.

In der Mitteilung war von einem mehr als 200 Meter langen und über 25 Meter tiefen Tunnel die Rede. Dort sollen Hunderte Waffen gelagert gewesen sein. Ausserdem hätten sich dort mehrere Abschussschächte für Angriffe auf Israel befunden. Der Tunnel war nach Militärangaben rund zehn Kilometer von der israelischen Grenze entfernt.












