Meghan Markle: Nichte ist «nicht überrascht» über Pädo-Vowürfe
Erstmals meldet sich die Nichte von Meghan Markle zu den Pädo-Vorwürfen. Über Papa Markle sagt sie: «Mit dieser Person stimmte etwas nicht.»

Das Wichtigste in Kürze
- Noelle Rasmussen zeigt sich von den Vorwürfen gegen ihren Grossvater Thomas Markle Sr. wenig überrascht.
- Sie vertraut ihrer Grossmutter, die Markle bei der Polizei belastet haben soll.
- Während die Ermittlungen laufen, bestreitet der 82-Jährige jegliches Fehlverhalten.
Die Vorwürfe gegen Thomas Markle Sr. (82) wegen mutmasslichen Besitzes von Kinderpornografie ziehen weitere Kreise. Nun bricht seine Enkelin Noelle Rasmussen (27) ihr Schweigen zu dem Fall.
Im «Telegraph»-Interview zeigt die Nichte von Meghan Markle (45) eine klare Haltung. Was sie über die Anschuldigungen denkt? «Es überrascht mich nicht. Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger überrascht es mich.»
Rasmussen spricht von einem Gefühl, das sie unterbewusst wahrgenommen habe: «Mit dieser Person stimmte etwas nicht, und man registriert es nicht aktiv. Aber dein Körper sagt dir, wenn etwas nicht stimmt.»

Die neuesten Schlagzeilen um ihren Grossvater bezeichnet sie als «beunruhigende Anschuldigung» – für alle Beteiligten wie auch für die Öffentlichkeit. «Niemand hört so etwas gern», so die 27-Jährige.
Meghan Markle: Schwierige Familienverhältnisse
Noelle Rasmussen wuchs grösstenteils bei ihrer Grossmutter Roslyn Loveless (die Ex-Frau von Thomas Sr.) auf. Das Verhältnis zu ihrer Mutter Samantha Markle, Meghans böser Halbschwester, gilt als schwierig.
Roslyn soll darauf bedacht gewesen sein, ihre Enkelin von Thomas Markle Sr. fernzuhalten. Entsprechend wenig Kontakt hatte Noelle zu ihrem Grossvater.
Rasmussen erinnert sich vor allem an ihre aussergewöhnliche Entschlossenheit: «Sie hatte einen Mut, den ich noch nie zuvor gesehen hatte. Und es war ihr egal, was mit ihr geschehen würde. Sie hat einfach das getan, was sie für richtig hielt, und sie war grossartig», sagt sie.
Roslyn habe auch versucht, ihre Enkelin vor deren Mutter zu schützen. Noelle wirft ihrer Mutter psychischen Missbrauch vor. Nach ihrer Darstellung schalteten sich vor rund zehn Jahren die Jugendbehörden ein.
Die 27-Jährige erinnert sich: «Meine Grossmutter wusste immer, wen sie kontaktieren musste. Die Polizei griff ein, mein Vater holte mich ab und ich fuhr für das Wochenende weg. Ich bin nicht zurückgekommen.»
Brief sorgt für Unruhe
Rasmussens Darstellung zu Thomas Markle Sr. unterscheidet sich deutlich von der Haltung ihrer Mutter Samantha Markle (61). Die Halbschwester von Meghan Markle nimmt ihren Vater in Schutz. Und vermutet hinter den Anschuldigungen familiäre Konflikte und mögliche finanzielle Interessen.
Im Zentrum steht ein Brief, den Roslyn Loveless an die Londoner Polizei geschickt haben soll. Darin soll sie Vorwürfe gegen ihren früheren Mann erhoben haben. Die Metropolitan Police bestätigte, das Schreiben im Januar 2019 erhalten zu haben.

Samantha zweifelt jedoch an der Glaubwürdigkeit ihrer Mutter und begründet dies unter anderem mit deren angespanntem Verhältnis zu Thomas. Noelle zeichnet hingegen ein anderes Bild ihrer Grossmutter. Sie erinnert sich an eine mutige Frau und kann sich nicht vorstellen, dass Roslyn absichtlich falsche Behauptungen aufgestellt hat.
Dabei handelt es sich allerdings um Noelles persönliche Einschätzung, die nicht belegt, ob die Vorwürfe zutreffen. Im Interview stellt Rasmussen klar, dass sie selbst nie Opfer ihres Grossvaters geworden sei.
Während die philippinischen Behörden den Vorwürfen gegen Thomas Markle Sr. nachgehen, überprüft die Londoner Polizei ihren Umgang mit dem 2019 erhaltenen Schreiben.
«Es ist ein Versagen der Polizei»
Auch das Verhältnis zwischen Meghan Markle und ihrem Vater gilt seit Jahren als zerrüttet. Die Herzogin wusste nach eigenen Angaben bereits von den schlimmen Vorwürfen gegen ihn.
Ihr sei das Schreiben weitergeleitet und versichert worden, dass den Vorwürfen nachgegangen werde. Meghan Markle und Prinz Harry (42) sollen ebenfalls über dessen Inhalt informiert worden sein. Eine Weiterleitung an andere Strafverfolgungsbehörden erfolgte damals nicht.

«Ich bin fassungslos, dass der Fall nicht an das FBI weitergeleitet wurde», erklärt Noelle Rasmussen im Interview. «Es ist ein Versagen der Polizei... Das ist eine echte Dysfunktion des Systems. Es ist beschämend.»
Mittlerweile wird dem Bericht zufolge geprüft, wie die Polizei seinerzeit mit dem Schreiben umgegangen war. Ob die darin erhobenen Anschuldigungen begründet sind, bleibt Gegenstand der behördlichen Untersuchungen.
Thomas Markle Sr. bestreitet sämtliche Vorwürfe. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
















