Brigitte Bardot: Witwer aus ihrer Villa ausgeschlossen
Neues Schloss, Witwer draussen: Im Erbstreit um Brigitte Bardot steht Bernard d’Ormale (85) vor verschlossenen Toren ihrer Villa «La Madrague».

Das Wichtigste in Kürze
- Brigitte Bardots Witwer Bernard d’Ormale (85) wurde aus ihrer Villa ausgesperrt.
- Die Bardot-Stiftung liess in d’Ormales Abwesenheit das Schloss am Tor auswechseln.
- Die Stiftung sieht sich im Recht, da die Ehe in Frankreich nie registriert wurde.
Verschlossenes Tor, neues Schloss: Bernard d’Ormale (85), der Witwer von Brigitte Bardot (†91), kommt nicht mehr in «La Madrague» bei Saint-Tropez. Die Villa der Filmlegende gehört der von ihr gegründeten Tierschutzstiftung. Mit ihr streitet d’Ormale seit Bardots Tod ums Erbe.
Jetzt kocht der Streit hoch. D’Ormale wirft der Stiftung vor, seine vorübergehende Abwesenheit genutzt zu haben. Sie habe das Schloss am Einfahrtstor ausgetauscht. Das sagte seine Anwältin Aurélie-Caroline Vieugué am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.
Dabei hätte der Witwer das Haus längst räumen sollen. Die Anwältin räumte ein, dass ihr Mandant die Frist von sechs Monaten überschritten hat. Brigitte Bardot hatte die Villa ihrer Stiftung vermacht. D’Ormale sei aber «sehr geschwächt» und habe noch persönliche Unterlagen holen wollen.
Die Stiftung sieht die Sache anders. Sie sprach von einer «verkürzten Darstellung». Man habe im Rahmen der Gesetze gehandelt und behalte sich juristische Schritte gegen den 85-Jährigen vor.

Brigitte Bardot und D’Ormale nach französischem Gesetz nicht verheiratet
Stiftungspräsident Max Guazzini wurde noch deutlicher. D’Ormale sei Verwaltungsratsmitglied und könne deshalb nicht in einem Haus der Stiftung wohnen.
Pikant: Nach französischem Recht war er nie mit Brigitte Bardot verheiratet. Das Paar hatte sich zwar in Norwegen kirchlich trauen lassen. Die Ehe wurde in Frankreich aber nie registriert.
Es ist nicht der erste Zoff. Schon im September hatte d’Ormale die Versteigerung von rund 300 persönlichen Erinnerungsstücken Bardots scharf kritisiert. Die Auktion brachte rund 900'000 Franken ein. Das Geld ging an die Stiftung und an Bardots Sohn Nicolas-Jacques Charrier.
Brigitte Bardot rückte nach rechtsaussen
Brigitte Bardot starb im Dezember im Alter von 91 Jahren. Bis Anfang der 1970er-Jahre drehte sie dutzende Filme und gehörte zu den meistfotografierten Frauen der Welt.
1973 zog sie einen Schlussstrich unter die Schauspielerei und widmete ihr Leben den Tieren. Politisch rückte sie später nach rechtsaussen. Wegen rassistischer Äusserungen wurde sie mehrfach zu Geldstrafen verurteilt.
















