Meghan Markle: Ihr Vater ist «Sex-Täter der ekligsten Art»
Die Philippinen sehen bei Thomas Markle Anzeichen für einen «Sex-Täter der ekligsten Art». Der Vater von Meghan Markle bestreitet die Vorwürfe derweil vehement.

Das Wichtigste in Kürze
- Thomas Markle (82), Vater von Meghan, soll Kindesmissbrauchs-Bilder besessen haben.
- Behörden auf den Philippinen werten das Material aus – Resultate gibt es in einer Woche.
- Scotland Yard prüft das eigene Vorgehen: Vorwürfe gegen Markle gingen 2019 nur an Meghan.
Auf den Philippinen ermitteln die Behörden gegen Thomas Markle (82), den Vater von Herzogin Meghan (45). Sie werten Material aus, das Kindesmissbrauch zeigen soll. Die Vorwürfe wiegen schwer. Innenminister Jonvic Remulla sagte dem «Guardian»: «Im Moment deuten alle Zeichen auf einen möglichen Sex-Täter der ekligsten Art.»
Man wolle sicher sein, bevor man Ergebnisse veröffentliche, heisst es weiter. Die forensische Auswertung sei in einer Woche abgeschlossen. Bei Fällen mit Familienstreit müsse man zudem alle Blickwinkel prüfen.
Das Material stammt laut «The Sun» von Markles Sohn Thomas Junior (60). Er übergab vier Kisten der Kinderschutzpolizei in Cebu City. Laut der Zeitung geht es um Hunderte, womöglich Tausende Aufnahmen. Auf einer soll Markle mit einem Mädchen zu sehen sein, das minderjährig aussieht.
Der «Mirror» schreibt, der Sohn habe Bilder und Videos auf Computern gefunden, die der Vater zurückgelassen habe. Sie hätten zwischen harmlosen Familienerinnerungen gelegen. Im Juli habe er sich zudem beim FBI gemeldet.
Der «Sun on Sunday» sagte Thomas Junior: «Ich weiss jetzt, dass ich in den vergangenen neun Jahren die falsche Person beschützt habe». Er halte seinen Vater für ein «Monster».
Markle spricht von Komplott
Thomas Markle bestreitet die Vorwürfen derweil vehement. Er habe «noch nie Sex mit jemandem unter 18 Jahren gehabt», sagte er der «Daily Mail». Er räumte aber ein, als Single mindestens zweimal auf die Philippinen gereist zu sein.
Er habe dort auch mit Sexarbeiterinnen geschlafen – und: «Ich habe nichts zu verbergen», sagte Markle. Eine forensische Untersuchung seiner Geräte begrüsse er. «Falls sich dort etwas Schlimmes befindet, wurde es von jemand anderem dort abgelegt.»
Auch Meghans Halbschwester Samantha Markle stellt sich hinter den Vater. Sie vermutet laut «Mirror» eine Inszenierung. Ihr Bruder habe die Kisten in Lagerräumen gehabt, zu denen viele Leute Zugang gehabt haben könnten.
Meghan Markle soll einen letzten Brief geschrieben haben
Meghan Markle wusste laut «Mirror» schon vor Monaten von den Vorwürfen. Die Zeitung schreibt, die Herzogin habe ihrem Vater im vergangenen Jahr einen letzten Brief geschickt.
Darin habe sie ihm mitgeteilt, dass sie von den Anschuldigungen wisse, dass er junge Mädchen missbraucht haben soll. Ausserdem habe sie ihm klargemacht, dass er seine Enkel nie kennenlernen werde.
Der «Mirror» nennt für den Briefinhalt keine Quelle. Doch zuvor berichtete etwa auch «BBC» über den Brief unter Berufung auf Personen aus Meghans Umfeld. Bestätigt ist er jedoch nicht.
Zu dem Bild passt aber, was Markles Sohn Thomas Junior der «Sun» sagte. Er verstehe nun, warum Meghan den Kontakt abgebrochen habe.
Meghan wurde 2019 über Ermittlungen informiert
Vom Brief an Meghan zu unterscheiden ist ein anderes Schreiben. Scotland Yard bestätigte am Samstag, im Januar 2019 einen Brief mit Vorwürfen zu mutmasslichen Straftaten ausserhalb Grossbritanniens erhalten zu haben. Die Polizei leitete ihn ans Büro der Sussexes weiter, informierte aber keine anderen Strafverfolgungsbehörden.
Meghan sagte demnach, sie sei bereits 2018 über beunruhigende Vorwürfe informiert worden. Man habe ihr versichert, dass ermittelt werde. Ihr Sprecher sagte laut «Mirror», nach über sieben Jahren ohne Tagebucheintrag sei eine Abweichung von wenigen Monaten verständlich. Massgeblich sei der Zeitstempel der Polizei.

Die Polizei überprüft nun ihr damaliges Vorgehen und eine Meldung an die Aufsichtsbehörde IOPC. Meghans Umfeld sagte der «Sun on Sunday», sie sei frustriert, dass damals nichts passiert sei.



















