Fed lässt Leitzins trotz hoher Inflation unverändert
Die Fed belässt den Leitzins bei 3,75 bis 4,00 Prozent, obwohl die Inflation hoch bleibt. Zwei Mitglieder hätten erneut erhöht.

Die Fed lässt den Leitzins in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent unverändert, berichtet der «Spiegel». Marktbeobachter hatten mit dieser Pause gerechnet, doch der Preisauftrieb in den USA bleibt hoch.
Mitte September hatte die US-Notenbank den Leitzins erstmals seit Juli 2023 angehoben. Fed-Chef Kevin Warsh hatte den Schritt mit einer schnelleren Rückkehr zum Inflationsziel von zwei Prozent begründet.
Laut «Spiegel» erwarteten im September 16 von 18 befragten Fed-Mitgliedern in diesem Jahr mindestens eine weitere Anhebung. Vier dieser Mitglieder können sich eine noch weitreichendere Straffung der Geldpolitik im laufenden Jahr vorstellen.
Zwei Gegenstimmen bei der Fed
Zwei Mitglieder des Gremiums stimmten laut «Wallstreet Online» für eine Zinserhöhung und blieben in der Minderheit. Gouverneurin Lisa Cook und die Chefin der Cleveland Fed, Beth Hammack, wollten die Zinsen um einen Viertelprozentpunkt anheben.
Schon im Dezember könnte die die US-Notenbank nachlegen, weil Energiepreise und der KI-Boom Sorgen bereiten. Die Aktienmärkte reagierten demnach wenig überrascht auf den Beschluss der US-Notenbank vom Mittwochabend.
Christian Scherrmann, Chefvolkswirt der DWS für die USA, ordnet die Entscheidung der Fed laut «Spiegel» ein. «Weder Inflation noch Beschäftigung liefern den Notenbankern ein klares Signal», sagte Scherrmann zur aktuellen Entscheidung.
Neuer Sitzungsrhythmus
Fed-Chef Kevin Warsh kündigte auf der Pressekonferenz überraschend eine Änderung beim Sitzungsrhythmus der Notenbank an, schreibt die «WirtschaftsWoche».

Der Ausschuss sehe acht Treffen pro Jahr weiterhin als richtige Zahl, sagte Warsh demnach. Im Jahr 2027 befasse sich eine Sitzung nur mit der geldpolitischen Strategie, ohne Zinsabstimmung und ohne Erklärung.
Auch die Europäische Zentralbank dürfte am Donnerstag in Frankfurt am Main die Zinsen nicht anheben, so der «Spiegel». Volkswirte rechnen demnach damit, dass der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bei 2,5 Prozent verbleibt.
















